Schweiz: Elbit sorgt für Modernisierung der Kommunikation

apf

02/02/2021

Wie das Schweizer Verteidigungsministerium am 29. Januar bekannt gab wurde der Beschaffungsvertrag zur Modernisierung der Telekommunikation der Armee unterzeichnet und die Typen-/Lieferantentscheide gefällt. Als Auftragnehmer wurde Elbit Systems ausgewählt. Für die Instandhaltung der Elbit Geräte wird die Ruag verantwortlich sein. Im Bereich der teilmobilen Kommunikation erhalten Thales Suisse und Elbit mit Sitz in Israel die Aufträge. Die Swisscom wird für die Mitnutzung der zivilen Datenfunknetzen gewählt.

Basierend auf der Armeebotschaft 2020 wurden bis Ende Januar 2021 bei der Modernisierung der Telekommunikation der Armee folgende Zwischenschritte erreicht.

Mobile Kommunikation

Der Beschaffungsvertrag mit Elbit Systems Ltd. für den Ersatz von mobilen Funkgeräten, Bordverständigungsanlagen und Sprechgarnituren für die Schweizer Armee wurde bereits im Dezember unterzeichnet. Der Entscheid für diesen Lieferanten war bereits früher gefallen und am 29. Oktober 2019 kommuniziert. Die Instandhaltung der Geräte wird durch die Ruag AG erbracht, damit können die Schweizer Off-Set Anteile sichergestellt werden.

Ersa mob Komm bereit für den Einsatz nach dem Laden der Missionsdaten

Teilmobile Kommunikation

Für die Richtstrahlausrüstung neue Generation geht der Auftrag an die Thales Suisse SA. Die Geräte werden für die teilmobile Kommunikation der Armee verwendet.

Damit der Einsatz der Kommunikationssysteme geplant und diese konfiguriert werden können, wird eine Informatikanwendung für die übergreifende Planung zur Nutzung von Frequenzen, Netznummern, Chiffrierschlüsseln und IP-Adressen benötigt. Dieses Planungswerkzeug wird ebenfalls durch die Elbit Systems Ltd. aus Israel erstellt.

Die Datenfunknetze von zivilen Providern sollen künftig durch die Armee mitgenutzt werden können, um eine größere Bandbreite verfügbar zu haben, als dies mit armeeeigenen Mitteln der Fall wäre. Die zivilen Netze dienen redundant zu den militärischen Systemen oder können je nach Lage auch als Hauptkommunikationsmittel genutzt werden. Aus Gründen des Informationsschutzes ist in diesem Feld eine vollständige Leistungserbringung in der Schweiz notwendig. Die Abdeckung war ein weiteres Kriterium, so dass die Auswahl zu Gunsten der Firma Swisscom AG ausfiel.

Das integrierte militärische Fernmeldesystem und seine Anbindung an das Führungsnetz Schweiz bilden zusammen mit den neuen Richtstrahlgeräten das Rückgrat der militärischen Kommunikation. Es ist zentral für die Übermittlung von Sprache und Daten und für die Verbreitung von Lagebildern unerlässlich. In diesem Bereich konnte noch kein Zuschlag erteilt werden. Die Evaluation dauert noch an.

Planungen im Rahmen des Projektes.

Projekt Telekommunikation der Armee

Im Rahmen des Projekts Telekommunikation der Armee werden zur teilmobilen Kommunikation die erforderlichen Geräte beschafft, die einerseits leicht und tragbar sind und andererseits eine sichere, breitbandige Verbindung für Sprache und Daten zu den teilmobilen Infrastrukturen der Armee wie zum Beispiel Kommandoposten ermöglichen.

Für das Projekt Telekommunikation der Armee sind für die Zeitspanne von 2008 bis 2035 Investitionen von rund 1,6 Milliarden Schweizer Franken geplant. Aktuell sind davon rund 224 Millionen ausgegeben.

Das Projekt Telekommunikation der Armee ist Teil des Programms Fitania. Damit wird die Verbindung von ortsfesten Einrichtungen der Armee zu mobilen und teilmobilen Einheiten sichergestellt. Das Projekt Telekommunikation der Armee soll nach 2028 abgeschlossen werden.

Modernisierung der Telekommunikation.

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