Lehrsammlung Infanterie erstrahlt in neuem Glanz

apf

18/02/2021

Die „Lehrsammlung Infanterie“, auch bekannt als das „Infanteriemuseum“, erstrahlt nach einer Renovierung in neuem Glanz. Auch die Ausstellung erfuhr kleinere Änderungen. Der Kommandeur Ausbildungszentrum Infanterie und General der Infanterie schritt zur Eröffnung.

Gekonnt und mit Säbel öffnet Brigadegeneral Michael Matz eine Sektflasche anlässlich der Neueröffnung der „Lehrsammlung Infanterie“.

Die Lehrsammlung Infanterie ist ein echtes Aushängeschild des Ausbildungszentrums Infanterie und der Bundeswehr in Hammelburg. „Wir haben hier üblicherweise ein reges Besucherinteresse an Führungen durch die Geschichte der Infanterie.“, erzählt Lehrsammlungsfeldwebel Stabsfeldwebel Marc Schubert. Gemeinsam mit Hauptfeldwebel Frank Schwientek und Stabsunteroffizier Jochen Rössert verwaltet und pflegt er die Ausstellung. Sie dient vornehmlich Ausbildungszwecken und der Prägung des Führungsnachwuchses der Infanterie: „Wir erklären dem Offizier- und Unteroffiziernachwuchs der Infanterie hier die eigene Geschichte und wo wir herkommen.“, so Schubert. Neben dem Ausbildungszentrum Infanterie steuert der Bund Deutscher Infanterie zahlreiche Exponate zur Ausstellung bei.

Stabsfeldwebel Marc Schubert (rechts) erläutert dem Kommandeur Ausbildungszen-trum Infanterie und General der Infanterie, Brigadegeneral Michael Matz (Mitte) und dem Standortältesten, Oberst Stefan Leonhard, ein Ausstellungsstück der Lehrsammlung Infanterie.

Historisches erhalten, für die Zukunft bereit

In Zeiten von Corona liegt die Ausstellung jedoch überwiegend brach. „Das haben wir genutzt, um den Generalsbau zu modernisieren und die Ausstellung auf Grundlage moderner museumspädagogischer Erkenntnisse zu erneuern.“, so Schubert weiter. Im Einzelnen wurden neue Innenfenster verbaut, sodass das Gebäude nun energetisch modernisiert ist und gleichzeitig die klimatischen Bedingungen für die Ausstellungsstücke optimiert sind. Das besondere hierbei: Die Außenfenster wurden erhalten, sodass das denkmalgeschützte Gebäude optisch unverändert blieb. Im so genannten „Generalsbau“, der das Herzstück der Lehrsammlung darstellt, lebte früher der Kommandant des in Hammelburg stationierten Militärs, ein Generalmajor, mit seiner Familie. Neu in die Ausstellung schaffte es auch ein Gewehr, welches während des zweiten Weltkrieges ausschließlich von Fallschirmjägern genutzt wurde. „Durch die sehr begrenzte Produktionszahl von nur 7.500 Stück ist die Waffe inzwischen eine echte Rarität“, erklärt Ausstellungsleiter Schubert.

Im Eingangsbereich der Lehrsammlung Infanterie grüßen historische Truppenfahnen aus vergangenen Zeiten. (Alle Fotos: Bundeswehr/Andrea Rippstein)

„Alle Sektflaschen sind infanterielastig“

Zur Neueröffnung der Ausstellung schritt schließlich der General der Infanterie, Brigadegeneral Michael Matz, persönlich. „Was wir hier sehen, ist in der Bundeswehr vermutlich einzigartig. Ich danke für die geleistete Arbeit und die geballte Fachkenntnis, die sich hier zeigt.“, lobte er seine Soldaten für den Dienst rund um die Lehrsammlung. Der General öffnete eine Flasche Sekt gekonnt mit einem Säbel. In Anspielung auf die Waffenfarbe „grün“ der Infanterie kommentierte er den Umtrunk: „Alle Sektflaschen sind infanterielastig, weil sie grün sind.“ Er wünschte der Ausstellung weiterhin alles Gute und eine schnelle Rückkehr zu geordneten Verhältnissen, in denen sowohl angemeldete Besuchergruppen als auch Lehrgangsteilnehmer die Geschichte der Infanterie erleben können. Interessierte Besuchergruppen können sich nach dem Ende der Corona-Pandemie telefonisch unter 09732 784 6411 anmelden und einen Termin vereinbaren.

apf

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