Neue Rotpunkt-Generation von Meprolight vorgestellt

apf

18/02/2021

Am 16. Februar stellte Meprolight aus Israel – Mitglied der SK Group – sein neues MEPRO O2 Rotpunktvisier vor. Das MEPRO O2 ist das erste neue Produkt, welches dieses Jahr durch Meprolight gezeigt wurde, viele weitere sollen folgen. Die SK Gruppe beliefert Behörden in 60 Ländern.

Das MEPRO O2 ist mit einem Multi-Pattern Reticle (verstellbarem Mehrzweck-Absehen) ausgestattet. Die Idee dahinter, mit der Zieloptik sollen viele taktische Missionen abgedeckt werden können. Das heißt, das Fadenkreuz kann nach Kundenwünschen schnell und einfach angepasst werden. Das Rotpunktvisier soll auf Handwaffen bis zum Kaliber .50 (12,7×99 mm BMG) nutzbar sein. Die ersten Versionen sind für die Kaliber 5,56×45 mm NATO, 7,62×51 mm NATO und .300 BLK. Später sollen dann die weiteren Versionen folgen. Mit der Vorstellung am 16. Februar können interessierte Nutzer und Einheiten bei Meprolight Testgeräte anfordern. In Deutschland läuft der Vertrieb unter anderem über die Ferkinghoff International GmbH & Co. KG.

Auch wenn das MEPRO O2 eine neue Generation an Rotpunktvisieren darstellt, ist es keine Ablösung der von Meprolight bisher angebotenen Produkte. Auch in Zukunft werden das MEPRO M5 und die anderen Lösungen verfügbar sein.

Das MEPRO O2 besitzt eine 25×20 mm Linse, der Schütze lässt beim Schießen beide Augen offen. Außerdem ist es sehr leicht und kompakt.

Das MEPRO O2

Das neue MEPRO O2 ist kompakter (73x56x68 mm) und leichter (285 Gramm) geworden als seine Vorgänger. Vor allem auch die kurze Bauweise nimmt weniger Platz auf der Picatinny-Schiene ein und ermöglicht die Nutzung mit verschiedenen Vorsatzgeräten oder Boostern (Vergrößerungen). So kann per Tastendruck auch einfach auf einen Nachtsichtmodus umgestellt werden, natürlich bei Verwendung eines entsprechenden Zusatzsensors. Zudem kann der Schütze per Tastenklick kann der Schütze zwischen den verschiedenen Absehen geschaltet werden. Eine CR123 Batterie ermöglicht den Betrieb von rund 15.000 Stunden, bei einer mittleren Beleuchtungsstufe. Zum Vergleich, beim MEPRO M5 sind es rund 8.000 Stunden.

Das MEPRO O2 wurde zusammen mit israelischen Spezialkräften und anderen ausgesuchten internationalen Nutzern entwickelt, so Meprolight. Diese Nutzer forderten ein „non-reflectiv optic“, also ein Glas, das nicht reflektiert. Daher ist auch bei einer Fenstergröße von 25×20 mm kein Kill-Flash notwendig. Auch der eingespiegelte Rotpunkt ist von Feindseite aus nicht zu sehen, eine weitere Nutzerforderung. Es entspricht MIL-STD 810G Vorgaben, ist komplett abgedichtet und kann bis zu 10 Metern getaucht werden.

Insgesamt soll der Nutzer zwischen sieben verschiedenen Fadenkreuzen und den Farben Rot und Grün ausgewählt werden. Bei den Fadenkreuzen wird der Dot und später auch Bullseye angeboten werden, hinzu kommen weitere fünf Segments Reticles. Das O2 verfügt über vier Nacht- und acht Tagsicht-Einstellungen. Die ersten Versionen kommen in der Beleuchtung Rot, später soll auf Kundenwunsch auch Grün angeboten werden. Die Schaltung der Segment Reticles erlaubt auch eine Auswahl der Kampfentfernung, im Englischen auch als bullet drop compensator (BDC) bezeichnet. So ist beispielsweise S1 für 100 m (.300 BLK Subsonic), S2 für 100 m (.300 BLK Supersonic), S3 + S5 für 200 m (.300 BLK Supersonic), oder S4 + S5 für 300 m (.300 BLK Supersonic). Gerade diese Schaltmöglichkeit im laufenden Gefecht, als auch die Auswahl zwischen verschiedenen Fadenkreuzen bei der Bestellung sind die entscheidenden Neuerungen dieser Generation eines Rotpunktvisiers.

Dank eines verbauten Lichtsensors wird die Helligkeit automatisch angepasst. Dieser kann auch abgeschaltet und die Helligkeit manuell eingeschaltet werden. Nach vier bis acht Stunden schaltet sich das Gerät zudem automatisch ab, um die Batterieleistung zu erhalten. Auch dieses kann durch den Nutzer eingestellt werden.

Viel Wert legt Meprolight auch auf eine einfache Wartung und eine dadurch entstehende Kostenreduzierung. So ist das MEPRO O2 durch die Nutzer in den Nationen wartbar, sie müssen nicht zum Hersteller zurück. Insgesamt ist das MEPRO O2 modular aufgebaut und besteht aus vier Blocks, die schnell und einfach ausgetauscht werden können, beispielsweise der Optikblock. Dies macht auch die Ausbildung des Wartungspersonal einfach.

Insgesamt will Meprolight hier eine Red Dot-Familie entwickeln, nach der Version mit einem Rotpunkt, soll dann die mit einem grünen Ansehen folgen. Gefolgt von einer Zivilversion. Im Rahmen der Familie sollen dann als Optionen auch Versionen mit Laserpointer oder Laserentfernungsmesser, usw. angeboten werden.

Die 5-Segmente Absehen, lassen eine schnelle Anpassung der Kampfentfernung ohne Haltepunktkorrektur des Schützen zu. (Screenshot während der Präsentation)

apf

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