USAF führt JTAC CAS Ausbildung in Deutschland durch

apf

02/03/2021

Die United States Air Force in Europe (USAFE) führt regelmäßig Übungen für Joint Terminal Attack Controller (JTAC) durch. Dabei geht es vor allem um das Thema Close Air Support (CAS). Dieses dient vor allem der In-Übunghaltung der Kräfte, die oft auch Infanterie- und Spezialkräfte auf ihren Missionen begleiten.

Seit dem 11. Februar werden die USAFE Kräfte vom niederländischen AEC Skyline Unternehmen unterstützt. Die deutschen Behörden erlaubten jetzt den Einsatz von Luftfahrzeugen im deutschen Luftraum, operiert wird vom Flughafen Zweibrücken aus. Die AEC Skyline-Flotte umfasst für diesen Zweck modernisierte Aero L39 Jet-Trainern. Bei dem ersten Einsatz am 11. Februar unterstützte eine der L39 des niederländischen Luftfahrtunternehmens das Training auf dem Truppenübungsplatz Baumholder der US-Streitkräfte.

Die L39 von AEC Skyline fliegen ab jetzt im Rahmen eines Vertrages, der bis zum 30. September 2025 verlängert werden kann. Die Luftfahrtzeuge tragen bei den Einsätzen einen L3Harris Wescam MX-15D EO/IR-Sensor-Pod, der mit Laser-Spot-Tracker sowie Nachtsichtgeräten, IR-Pointern und UHF- und VHF-Funkgeräten ausgestattet ist. Dies ermöglicht CAS-Einsätze bei Tag und Nacht. Die an Bord befindliche digitale Duplex-Datenverbindung L3Harris CMDL 2i, die in den Frequenzbändern L, S, C und Ku arbeitet, bietet volle Unterstützung für Full-Motion-Video und Digitally Aided Close Air Support (DACAS)-Training.

High-End-Trainingsunterstützung

Der Vertrag sieht eine Unterstützungsleistung von bis zu 320 Flugstunden pro Jahr mit maximal 12 Stunden pro Tag vor. Diese Unterstützung muss unter Einhaltung der international vereinbarten JTAC-Standards erfolgen, so die USAFE. Unterstützt werden die 4th Combat Training Squadron des Warrior Preparation Centers sowie die 4th Air Support Operations Group und unterstellte Einheiten. Dabei findet die Ausbildung in primären Trainingsgebieten in Deutschland, bei Bedarf auch in anderen europäischen Ländern statt. AEC Skyline ist auf dem Flughafen Groningen Eelde in den Niederlanden beheimatet und hat sich verpflichtet, unabhängig von einer eventuellen Verlegung der dem United States European Command (USEUCOM) zugewiesenen Streitkräfte eine umfassende und hochwertige Ausbildungsunterstützung zu bieten, um so die Fortsetzung der Ausbildung zur Integration von Luftkampfkraft und Bodenfeuer zu gewährleisten.

Die L39 erreichen Geschwindigkeiten von mehr als 300 Knoten indizierter Fluggeschwindigkeit und können die im Vertrag geforderten 4Gs problemlos aufrechterhalten. Sie sind in der Lage, taktische Manöver mit bis zu 30 Grad Abwurfpositionen zu fliegen und dabei den Abwurf von Luft-Boden-Waffen zu simulieren. Des wird laut AEC pro Mission eine Flugzeit von 40 Minuten oder mehr garantiert. Dabei sind die Flugzeuge in der Lage, in Höhen von weit über 10.000 Fuß MSL zu operieren und auch Umgebungen mit hoher Höhendichte zu bewältigen. AEC Skyline sagt, die L39 kann Flugmanöver durchführen, die denen moderner Jagd-/Angriffsflugzeuge ähneln. So kann ein realistisches Luft-Boden-Training sichergestellt werden. Normalerweise sprechen JTACs Luftfahrzeuge wie eine F-16, F-18, B-2, B-117, Kampfhubschrauber wie den CH-47 Apache oder Luftfahrzeuge befreundeter Nationen wie den Tornado oder den Eurofighter ein, um Ziele aus der Luft bekämpfen zu lassen. Mit einer L39 ist dies für Übungszwecke natürlich zu extrem niedrigeren Kosten möglich. Weniger Kosten bedeuten aber auch mehr Flug- und damit Übungsstunden für die JTACs für das gleiche Budget. Ein enormer Vorteil.

apf

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