Schulen des Heeres kehren zu Traditionsnamen zurück

apf

15/03/2021

Der Kommandeur des Ausbildungszentrums Infanterie hatte es bereits Anfang des Jahres angekündigt, die Schulen des Heeres kehren zu ihren Traditionsbezeichnungen zurück. Eine Anfrage des Ausbildungskommandos diesbezüglich blieb leider unbeantwortet.

Doch der Blog zur Sicherheitspolitik „Zur Lage“ bestätigte heute, dass diese Planung zum 1. April umgesetzt wird. Heißt im Klartext: Streiche „Ausbildungszentrum“ und „Ausbildungsstützpunkt“, setze wieder „Schule“. Und nein, es ist kein vorgezogener Aprilscherz. Entsprechende Umbenennungsappelle werden am 24. März 2021 durchgeführt. Das „Heer erhält ein Stück Tradition zurück“, so lautet die Überschrift einer aktuellen Mitteilung des Deutschen Heeres.Weiter: Das Heer werde einem Teil seiner Ausbildungseinrichtungen den ursprünglichen Namen zurückgeben, aber auch neue Bezeichnungen vergeben. An den Strukturen ändere das nichts.

Mit den Bezeichnungen werden sich auch wieder die Schriftzüge und Logos ändern – hier der Infanterieschule.

„Die Umbenennungen wirken im Sinne des Traditionserlasses identitätsstiftend und stärken die Bindung an die Truppengattungen des Heeres“, erläuterte dies Generalleutnant Stephan Thomas. Er ist verantwortlich für die Militärische Grundorganisation des Heeres. Seit Gründung der Bundeswehr haben sich die meisten Namen der Schulungseinrichtungen der Landstreitkräfte etabliert. Im Zuge der Neuausrichtung des Heeres nach dem Plan Heer2011 kam es zu einer umfassenden Umgestaltung der Schul- und Ausbildungslandschaft, und damit zu den Umbenennungen. Schon damals gab es nicht unerhebliche Kritik an der Maßnahme und der ministeriellen Vorgabe.

Nun erhalten insgesamt zehn Schulungseinrichtungen des Heeres auch offiziell ihren bewährten Namen zurück. Im Blog „Zur Lage“ erklärt General Thomas, , der Kommandeur Deutscher Anteil Multinationale Korps und Militärische Grundorganisation im Kommando Heer ist: Bemerkenswert sei, dass dabei dem identitätsstiftenden Aspekt der Traditionsnamen bewusst der Vorrang gegenüber einer organisationshierarchisch, durchgängigen Bezeichnungssystematik eingeräumt werde“.

Diese Einrichtungen erhalten ihren Namen zurück oder werden umbenannt:

  • Ausbildungszentrum Infanterie zu Infanterieschule (InfS),
  • Ausbildungszentrum Pioniere zu Pionierschule (PiS),
  • Ausbildungszentrum Technik Landsysteme zu Technische Schule des Heeres (TSH),
  • Ausbildungsstützpunkt Gebirgs- und Winterkampf zu Gebirgs- und Winterkampfschule (Geb/WiKpfS),
  • Ausbildungsstützpunkt Luftlande und Lufttransport zu Luftlande-/Lufttransportschule (LL/LTrspS),
  • Ausbildungsstützpunkt Kampfmittelabwehr zu Kampfmittelabwehrschule (KpfmAbwS),
  • Ausbildungszentrum Munster zu Panzertruppenschule (PzTrS),
  • Ausbildungsbereich Panzertruppen zu Schule gepanzerte Kampftruppen (SgepKpfTr),
  • Ausbildungsbereich Heeresaufklärungstruppe zu Heeresaufklärungsschule (HAufklS),
  • Ausbildungsbereich Streitkräftegemeinsame Taktische Feuerunterstützung/Indirektes Feuer zu Artillerieschule (ArtS).
Ein Bild aus vergangenen Zeiten, aber auch die Schriftzüge an den Eingängen der Liegenschaften sind schon meist wieder geändert und warten nur auf die erneute, feierliche Enthüllung am 24. März.

Und Brigadegeneral Michael Matz,  Kommandeur des Ausbildungszentrums Infanterie und General der Infanterie in Hammelburg ergänzt: „Als General der Infanterie begrüße ich diese Entwicklung ausdrücklich. Unsere Truppengattung zeichnet sich wie kaum eine andere durch Korpsgeist, Kameradschaft und Identifikation mit dem Auftrag aus. Die Umbenennung der infanteristischen Ausbildungseinrichtungen von Ausbildungszentren und -stützpunkten hin zu Schulen ist im Kontext „Identifikation und Tradition“ zu sehen und läuft seit Anfang letzten Jahres. Wir kehren zu unseren alten Namen zurück, da diese traditionsstiftend auf die Truppe wirken.“

apf

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