Deutsche Eurofighter können jetzt ihre Meteor-Luft-Luft-Raketen einsetzen

apf

20/04/2021

Die Luftwaffe twitterte am 16. April: Die Luft-Luft-Rakete #METEOR befähigt den #Eurofighter, auch Ziele zu bekämpfen, die für den Piloten des Kampfflugzeugs noch nicht mit bloßem Auge erkennbar sind. Dadurch sind die Piloten des Eurofighters im Luftkampf erheblich durchsetzungsfähiger. Und MBDA Deutschland schrieb auf dem gleichen Kanal: METEOR gilt, dank deutscher Spitzentechnologie, als weltweit leistungsstärkster Luft-Luft-Lenkflugkörper. Wir gratulieren @Team_Luftwaffe und dem #TLG74 zum neuen Meilenstein.

Damit vermeldete die Luftwaffe, dass die Luft-Luft-Rakete Meteor ab jetzt vom Eurofighter aus eingesetzt werden kann. Dank eines Software-Updates für die Eurofighter-Flotte der Luftwaffe ist man dazu jetzt in der Lage. Nach Luftwaffen-Angaben wurden die Eurofighter mit der P2Eb-Software („Verbesserungspaket 2“) aufgerüstet, die die Integration der Meteor- und Storm Shadow-Waffen ermöglichen. Das Taktische Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg (Bayern) stationiert ist, war das erste, das die Aufrüstung erhielt.

Luft-Luft-Rakete METEOR. (Foto: Bundeswehr)

Luft-Luft-Rakete Meteor

Die 180 Kilogramm schwere Luft-Luft-Bewaffnung Meteor ist ein Staustrahl-Flugkörper, der Geschwindigkeiten von etwa Mach 4 erreicht und unterschiedlichste Ziele in einer Entfernung von über 100 Kilometern treffen kann. Der Flugkörper wird von MBDA als Hauptauftragnehmer im Rahmen eines internationalen Projekts für die Nutzernationen Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Schweden gebaut. Hergestellt wird der Flugkörper für alle sechs Nationen im MBDA-Werk in Bolton, England. Neben dem Eurofighter/Typhoon kann Meteor auch von den Kampfflugzeugen Saab Gripen C/D/E/F, Dassault Rafale (F3), und Lockheed Martin F-35B Lightining II JSF verschossen werden. Daher kommen in Zukunft als Nutzer auch Ägypten, Indien, Katar, Audi-Arabien, Südkorea und weitere in Frage.

Auf der Informationsseite der Luftwaffe ist nachzulesen: Die METEOR gehört zur Gruppe der Beyond Visual Range Air-to-Air Missiles (BVRAAM). Das bedeutet, dass die METEOR auch Ziele bekämpfen kann, die für den Piloten des Kampfflugzeugs noch nicht mit bloßem Auge erkennbar sind. Dadurch sind die Piloten des Eurofighters im Luftkampf erheblich durchsetzungsfähiger. Zum Beispiel können sie Angreifer beschießen, bevor sie überhaupt das Sichtfeld der Besatzung erreichen. Diese Fähigkeit erhöht die Überlebensfähigkeit des Eurofighters im Gefecht erheblich.

Die Zielortung erfolgt über einen Radar-Suchkopf mit Radar-Annäherungssensor. Die Rakete hat eine Länge von 3.670 mm und einen Durchmesser von 183 mm, die Spannweite beträgt 640 mm.

Zusätzlich zu den neuen Flugkörperfähigkeiten erhalten die deutschen Eurofighter auch neue AESA-Radare (Active Electronic Scanning Array). Diese werden geliefert von Hensoldt und in Zusammenarbeit mit Airbus integriert. AESA-Radare verbessern die Luft-Luft-Erkennungsfähigkeiten und die Luft-Boden-Kartierung. Sie haben auch eine bessere Störfestigkeit und eine geringere Entdeckungswahrscheinlichkeit.

Eine weitere neue Bewaffnung sind die präzisionsgelenkten GBU-54-Bomben, die bisher vom Tornado aus eingesetzt wurden. Die Bomben sind mit dem Umrüstsatz „Laser JDAM“ (Joint Direct Attack Munition) ausgestattet, der sie durch die Kombination von INS/GPS-Navigation, Lasersuchkopf und Zielbestimmung in die Lage versetzt, stationäre und mobile Ziele zu bekämpfen. Die Eurofighter sollen die Bomben bis Ende des Jahres erhalten.

apf

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