HENSOLDT liefert Radare für ‚Quadriga‘-Eurofighter

apf

04/05/2021

Der Sensorsystemlieferant HENSOLDT hat im Rahmen des ‚Quadriga‘-Programms zur Beschaffung von 38 Eurofighter-Kampfflugzeugen der Deutschen Luftwaffe einen Auftrag von Airbus Defence and Space im Wert von circa 200 Millionen Euro erhalten. So meldet das Unternehmen am 23. April. Beauftragt wurde die Produktion und Lieferung von Radaren und weiteren Elektronikkomponenten, die bei HENSOLDT in Ulm und dem Konsortialpartner Indra in Spanien gefertigt werden.

„Die rasante Weiterentwicklung der Elektronik, vor allem die Digitalisierung, bietet immer neue Anwendungsmöglichkeiten. Mit dem neuen Radar wird dem Eurofighter künftig ein Hauptsensor der technologischen Spitzenklasse zur Verfügung gestellt, um die Überlebensfähigkeit des Flugzeugs auch in hochintensiven Konflikten zu verbessern“, sagte HENSOLDT-CEO Thomas Müller. „Dass die Produktion von einem europäischen Konsortium unter Führung von HENSOLDT mit dem Hauptpartner Indra ausgeführt wird, ist ein Signal, dass die europäische Rüstungszusammenarbeit funktioniert.“

Das Radar basiert auf der neuesten AESA-Technologie (= Active Electronically Scanning Array). Ihr Kernprinzip ist die elektronische Steuerung des Radarstrahls durch eine Vielzahl von einzelnen Sende-/Empfangsmodulen anstelle der rein mechanischen Schwenkung der ganzen Antenne. Damit und unter Einsatz eines hochmodernen Multikanal-Empfängers können mehrere Aufgaben – z.B. das Verfolgen einzelner Ziele, während der gesamte Luftraum vor dem Flugzeug großflächig abgesucht wird – gleichzeitig erledigt werden, die bisher nur nacheinander ausgeführt werden konnten.

HENSOLDT war bereits an der Entwicklung und der Produktion der sich heute im Einsatz befindlichen Eurofighter-Sensorik beteiligt. An seinem Hauptproduktions­standort in Ulm beschäftigt HENSOLDT aktuell 2.500 Mitarbeiter, 300 sollen konzernweit in diesem Jahr neu eingestellt werden. In den Bau eines Entwicklungszentrums für Hochfrequenztechnik in Ulm, in dem neben Elektronikkomponenten für das neue Radar des Eurofighter KI-basierte Sensoren für verschiedenste Anwendungen entwickelt werden, investiert der Sensorspezialist 30 Millionen Euro.

Ein neues Radar soll den Eurofighter gegen neue Bedrohungen wappnen. (Foto: HENSOLDT)

apf

Ähnliche Artikel

USMC führt ersten Flug des AH-1Z mit Link-16 durch

USMC führt ersten Flug des AH-1Z mit Link-16 durch

Wie Bell Textron und Northrop Grumman am 7. Juni vermelden, hat das United States Marine Corps (USMC) einen ersten Testflug mit der neuen Link-16-Hardware und -Software durchgeführt und dabei eine Zwei-Wege-Verbindung zwischen dem AH-1Z Viper-Hubschrauber und einer...

RUAG erhält SAR Approval für J85-GE21-Triebwerke

RUAG erhält SAR Approval für J85-GE21-Triebwerke

RUAG hat ein SAR Approval (Source Approval Request) für Wartungs- und Instandhaltungstätigkeiten an General Electric (GE) J85-GE21-Triebwerken von der Bundesregierung der Vereinigten Staaten von Amerika erhalten. Nur Lieferanten mit SAR Approval werden bei...

jQuery( document ).ready(function() { jQuery('input.et_pb_searchsubmit').val('Suche'); });