Aktives Schutzsystem für Lynx-Schützenpanzer in Ungarn

18/05/2021

Die 209 neuen Schützenpanzer Lynx, welche die ungarische Regierung von Rheinmetall beschafft, werden mit Rheinmetalls StrikeShield Hard-Kill Active Protection System (APS) ausgerüstet. Ungarn ist damit der neueste Kunde dieser innovativen Technologie, welche bereits seit 2006 Teil des Rheinmetall Technologieportfolios ist. StrikeShield wird von der Rheinmetall Protection Systems GmbH entwickelt, produziert und geliefert. Das Auftragsvolumen liegt bei über 140 MioEUR. Ein wesentlicher Grund für die Beschaffung des StrikeShield-Systems ist die Bereitschaft des NATO-Mitglieds, sich an herausfordernden Einsätzen zu beteiligen, in denen die eigenen Kräfte den Bedrohungen moderner Panzerabwehrwaffen ausgesetzt sind.

Der LYNX in der Hybrid-Ausführung. (Alle Grafiken: Rheinmetall)

StrikeShield ist die dritte und neueste Generation der Rheinmetall Active Defence System (ADS) Technologie, einer speziellen Variante eines Hard-Kill APS-Systems. Das ADS ist dabei ein verteiltes System, wobei die Sensoren und Gegenmaßnahmen in die Kontur und Architektur des gesamten Fahrzeuges integriert sind. Neben weiteren Vorteilen hebt sich StrikeShield vom Wettbewerb durch die geringsten Emissionen im elektromagnetischen Spektrum sowie die schnellste, sicherste und verlässlichste Reaktionsgeschwindigkeit bei Hinterhalts- oder Multi-Hit Szenarien ab. Das Fahrzeug ist somit gegen ungelenkte und gelenkte Hohlladungsbedrohungen geschützt, da anfliegende Projektile vor dem Auftreffen auf das Fahrzeug neutralisiert werden.

Das StrikeShield APS wird direkt in hybride Schutzmodule des Lynx integriert. Das Fahrzeug erhält anstelle konventioneller, passiver Zusatzpanzerungsmodule speziell ausgelegte Passivschutzlösungen, in die die Komponenten des APS vollständig zwischen der Wanne und Außenhülle des Fahrzeugs integriert sind.

„Wir sehen in der Anwendung unseres einzigartigen Hybridschutz-Designs enorme Vorteile“, so Dr. Manfred Salk, CEO der Rheinmetall Protection Systems GmbH. „Die Bedrohungen, gegen die klassischer Passivschutz ausgelegt wird, sind standardisiert und etabliert. Hybride Designs unterscheiden sich davon. Sie erlauben es uns, mit neuen Bedrohungen und daraus resultierenden Effekten besser umgehen zu können. Hierzu gehört beispielsweise die Residualenergie zerstörter Raketen, welche auf die Fahrzeughülle treffen und deflagrieren. Die Kombination von passiven und aktiven Schutztechnologien zu hybriden Schutzlösungen ermöglicht unseren Kunden einzigartige Vorteile hinsichtlich der Schutzleistung, aber auch hinsichtlich Gewichts- und Kosteneffizienz.“

Pressemitteilung

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