High-Performance-Elektronik direkt aus dem Drucker

01/07/2021

Der Sensor-Lösungsanbieter HENSOLDT verstärkt sein Engagement in der Zukunftstechnologie des 3D-Drucks: HENSOLDT gründet zusammen mit dem 3D-Druckerhersteller Nano Dimension unter der Bezeichnung J.A.M.E.S (Jetted Additively Manufactured Electronic Sources) ein Joint Venture mit Sitz in Taufkirchen, das die Stärken beider Unternehmen vereinen und die Entwicklung 3D-gedruckter Elektronikkomponenten weiter vorantreiben soll. Dies gab Hensoldt am 1. Juli bekannt.

Das Joint Venture wird geführt von HENSOLDT Ventures, einem unabhängigen Bereich innerhalb von HENSOLDT, der neue Technologien und Geschäftsmodelle für die HENSOLDT- Gruppe umsetzt und in den Markt bringt. Zuletzt Anfang dieses Jahres hat HENSOLDT mit dem Zukauf des Datenanalyse-Unternehmens SAIL LABS das Ventures- Portfolio erweitert.

„Der zunehmende Wettbewerb und die beschleunigten Beschaffungszeiträume der Kunden stellen für etablierte Anbieter zukünftig eine der größten Herausforderungen dar“, sagt Marian Rachow, Leiter HENSOLDT Ventures. „Unser Joint Venture ist nicht nur der Garant für eine schnelle Entwicklung der Technik als echte Alternative zur herkömmlichen Fertigung von Elektronik, sondern bietet auch klein- und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit, effizient neue Produkte zu konzipieren.“

Und Yoav Stern, CEO von Nano Dimension, ergänzt: „Wir werden der größte und effektivste High-End-Club für Elektronikdesigner für den Datenaustausch sein, sowie ein Marktplatz. Wir konnten keinen besseren Kooperationspartner finden als HENSOLDT, der das Anwendungs-Knowhow und die Marktkenntnis beisteuert, während Nano Dimension die 3D-Elektrodrucktechnologie und die Innovation beisteuert. Der Zielmarkt von J.A.M.E.S ist die weltweite Gemeinschaft der Elektronikingenieure und Schaltungsdesigner.“

HENSOLDT als Marktführer auf dem Gebiet der Sensorik und Optronik verspricht sich durch die engere Kooperation mit Nano Dimension die Beschleunigung der Entwicklungszyklen wie auch der Ersatzteilproduktion, um schneller und kostengünstiger auf Kundenbedürfnisse eingehen zu können. Mit Hilfe von speziellen dielektrischen und leitenden Nanopartikel-Tinten ist es möglich, elektrische Bauteile direkt über den Drucker zu konzipieren und in eine dreidimensionale Form zu bringen.

Nano Dimension ist ein führender Hersteller von intelligenten Maschinen zur Erzeugung von Additively Manufactured Electronics, kurz AME, und produziert mit seinem Multi-Jet Verfahren 3D-gedruckte Elektronik. AME ist eine sehr agile und individuelle Methode zur Entwicklung von elektronischen Schaltungen. Dies führt zu einer erheblichen Reduzierung von Zeit und Kosten im Entwicklungsprozess.  Außerdem liefert AME ein verifiziertes Design, bevor die Produktion beginnt, was zu einer höheren Qualität des Endprodukts führt.

Das neu gegründete 3D-Druck Joint Venture konzentriert sich auf den Aufbau einer cloud-basierten Plattform. Andere Unternehmen und Kunden sollen in Zukunft verschiedenste elektronische Bauteile in ihrer gewohnten CAD-Software hochladen und diese in einen neuartigen AME-File auf der Plattform umwandeln. Ferner können sie über die beschriebene Plattform weitere Designs beziehen, diese verändern, einen eigenen Formfaktor hinzufügen und on-demand drucken lassen.

HENSOLDT investiert bereits seit mehreren Jahren in die Grundlagenforschung des digitalen 3D-Drucks von Elektronik-Komponenten, um die Vorteile dieser Technologie für seine eigene Entwicklung und Produktion verfügbar zu machen. So hat HENSOLDT in Zusammenarbeit mit Nano Dimension bereits unter Verwendung einer neu entwickelten Polymertinte von Nano Dimension, die weltweit erste 10-Lagen-Leiterplatte (PCB) gedruckt, die auf beiden Außenseiten gelötete Hochleistungselektronikstrukturen trägt.

3D-Druck-Joint Venture: Yoav Stern, CEO Nano Dimension (links), und Thomas Müller, CEO HENSOLDT. (Foto: HENSOLDT)

Pressemitteilung

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