Unteroffizierausbildung der Heeresinfanterie hat neuen Chef

05/07/2021

Die II. Inspektion der Infanterieschule in Hammelburg hat einen neuen Chef: Kürzlich übernahm Major Patrick Poser das Kommando von Hauptmann Marcel Zens. Die Rahmenbedingungen schrieben dabei eine bemerkenswerte Geschichte.

(v.l.n.r.): Der neue Chef, Major Patrick Poser, der Lehrgruppenkommandeur, Oberstleutnant Andreas Eichhorn und der scheidende Chef, Hauptmann Marcel Zens, bei der symbolischen Übergabe des Inspektionswimpels. (Foto: Bundeswehr/Benjamin Bendig)

„Die zweite Inspektion steht für Ausbildung und Erziehung der Trupp- und Gruppenebene auf hohem Niveau“, erklärte Oberstleutnant Andreas Eichhorn anlässlich des Chef-Wechsels. Er ist als Kommandeur der Lehrgruppe A der Infanterieschule für die Führungskräfteausbildung der Heeresinfanterie verantwortlich. Die jetzt übergebene zweite Inspektion kümmert sich im Hauptauftrag um die Unteroffizierausbildung als Führungskräfte für Trupps und Gruppen bis zu zwölf Soldaten. Zusätzlich finden in der Inspektion Spezialisten-Lehrgänge für das Gepanzerte Transportkraftfahrzeug (GTK) Boxer sowie die schweren Waffen der Infanterie statt, zum Beispiel das neue Panzerabwehrsystem MELLS.

Inspektion im Umbruch geführt

Kommandeur Eichhorn blickte auf die Errungenschaften des scheidenden Inspektionschefs zurück: „In Ihrer zweijährigen Zeit als Chef wurde die Inspektion um einen Hörsaal erweitert und Sie übernahmen die Verantwortung für mehrere neue Lehrgänge, unter anderem für MELLS und den Waffenträger Wiesel.“ Darüber hinaus sei unter anderem die Unteroffizierausbildung konzeptionell weiterentwickelt und das erweiterte System „Infanterist der Zukunft“ in die bestehenden Lehrgänge integriert worden. „Ich werde mich von einem Chef trennen müssen, mit dem ich ausgesprochen gerne zusammengearbeitet habe. Sie sind offen, ehrlich, authentisch und absolut vertrauenswürdig.“, bedankte sich Oberstleutnant Eichhorn bei Zens.

Die Kommandantenausbildung am GTK Boxer, hier bei einer Übung, ist eines der Aushängeschilder der II. Inspektion. (Foto: Bundeswehr/Alena Schleicher)

Vom Vorgänger zum Nachfolger

Eine besondere Geschichte schrieb der Chef-Wechsel außerdem: Der neue Chef, Major Patrick Poser, war bis ins Jahr 2017 im Dienstgrad Hauptmann bereits als Hörsaalleiter in der II. Inspektion eingesetzt. Als er die Inspektion verließ, übergab er an seinen Nachfolger: Hauptmann Marcel Zens. Dieser war zunächst Hörsaalleiter und wurde dann zum Inspektionschef befördert. Nachdem der Chef-Dienstposten kürzlich hochdotiert wurde, kehrt nun der ehemalige „Vorgänger“, Patrick Poser, im neuen Dienstgrad Major als „Nachfolger“ an die Infanterieschule zurück. Zwischenzeitlich war er Chef einer Gebirgsjägerkompanie und in zwei Auslandseinsätzen in Mali und Irak. Oberstleutnant Eichhorn als sein neuer Vorgesetzter ist zuversichtlich: „Sie kennen die Infanterieschule und werden schnell in Ihre Aufgabe hineinwachsen. Ich wünsche Ihnen einen guten Start und stets eine glückliche Hand bei Ihren Entscheidungen.“

Das Panzerabwehrsystem „MELLS“ ist eine der modernsten Waffen der Bundeswehr. (Foto: Bundeswehr/Carl Schulze)

Eine große Verantwortung für die Jüngsten

Zum Antreten seiner Lehrgruppe unterstrich Eichhorn die Bedeutung der Inspektion: „Ich bin der festen Überzeugung, dass gerade bei der Infanterie der Erfolg im Gefecht auf den untersten Führungsebenen herbeigeführt wird. Die Trupp- und Gruppenführer müssen in der Lage sein, im Kampf günstige Gelegenheiten zu erkennen und entschlossen auszunutzen.“ Dies sei eine große Bürde, die ausgerechnet die jüngsten Soldaten mit der wenigsten Erfahrung treffe, die jedoch „an vorderster Front eingesetzt sind und dem Feind in das Weiße der Augen blicken“. Dafür brauche es gestandene Ausbilder, die sich genau das vor Augen halten und ihren Auftrag mit Herzblut erfüllen. „Ausbildung und Erziehung der Trupp- und Gruppenebene auf hohem Niveau, dafür steht die II. Inspektion.“, beendete Oberstleutnant Eichhorn das Übergabeantreten.

Autor: Hauptmann Jan Volkmann

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