Indra entwickelt VR basiertes Simulationssystem, das die Pilotenausbildung verkürzt

08/07/2021

Indra aus Spanien, ein weltweites Technologie- und Beratungsunternehmen, hat mit SIMCUI ein neues, vielseitig einsetzbares und interoperables Simulationssystem entwickelt, das sich leicht transportieren und überall installieren lässt. Es soll die Zeit halbieren können, die für die Ausbildung eines zivilen oder militärischen Piloten eines beliebigen Flugzeugtyps benötigt wird, egal ob es sich um ein Starrflügler-, Drehflügler- oder ferngesteuertes Flugzeug handelt.

Dazu wurde ein qualitativ hochwertiges und extrem kostengünstiges System entwickelt, das einfach zu warten und zu bedienen ist. Es ist so konzipiert, dass jeder zweite bis dritte Flugschüler einen eigenen Simulator hat, an dem er seine gesamte Ausbildung absolvieren kann. 

Die Anzahl der Flugstunden wird so vervielfacht und die Theorie wird direkt im Simulator gelernt. Das System ist mit einer Virtual Reality (VR) Brille ausgestattet, die nicht nur den Realismus erhöht, sondern es den Schülern auch ermöglicht, sich von zu Hause aus anzumelden, um das Training fortzusetzen. So kann Piloten auch bei der Vorbereitung auf Flüge mit höherem Risiko und im militärischen Bereich bei Trainings- und taktischen Flügen geholfen werden.

Die Lösung beinhaltet auch Algorithmen der Künstlichen Intelligenz (KI), um die Leistung jedes einzelnen Piloten zu messen und seine Stärken und eventuellen Verbesserungsmöglichkeiten zu analysieren.

Bei der Entwicklung dieses Systems werden Flugmodelle verwendet, die vollständig an die Bedürfnisse und den Realitätsgrad jedes Kunden angepasst sind, egal ob es sich um eine kleine Flugakademie, eine Fluggesellschaft oder eine Luftwaffe handelt.

Derzeit verfügt das System über 18 vereinfachte Modelle, die von einer Boeing 737 und dem F18-Kampfjet bis hin zu Beechcraft- und Tecnam-Leichtflugzeugmodellen und Sikorsky und Airbus Hubschraubern (Zivil und Militär) reichen.

Um die Anzahl der Simulatoren, die ein Kunde erwerben kann, zu vervielfachen, hat Indra die Struktur des Simulators auf ein Minimum reduziert und gleichzeitig die höchstmögliche visuelle Qualität mit einem hochmodernen Invis4-System beibehalten und Touch-Panels eingesetzt, die die Fluginstrumente des Flugzeugs je nach Flugzeugtyp in verschiedenen Konfigurationen nachbilden. Die Bedienelemente und Gashebel sind schnell und einfach austauschbar, je nachdem, in welchem Flugzeugtyp die Übung durchgeführt werden soll. Eine Bewegungsplattform kann optional hinzugefügt werden.

Indra hat dieses System auch für das Training von Piloten ferngesteuerter Flugzeuge vorbereitet.

(Foto: Indra)

Training bei internationalen Einsätzen

Das geringe Gewicht der SIMCUI-Struktur macht es einfach, sie zu bewegen und schnell zu installieren, wo immer sie benötigt wird. Im militärischen Bereich bedeutet dies, dass das System einfach zum Einsatzgebiet transportiert werden kann, damit die Piloten ihre Einsätze vorbereiten können, bevor sie sie durchführen.

Jeder dieser Simulatoren ist darauf ausgelegt, sich zu vernetzen, zu interagieren und ein einziges virtuelles Szenario gemeinsam zu nutzen. So werden die Militärpiloten auf die gleiche Weise trainiert, wie sie bei realen Einsätzen agieren. Mit diesem neuen System kommt Indra einem erkannten Bedarf auf dem Markt nach. Immer mehr Fluggesellschaften, Luftstreitkräfte und Piloten verlangen nach einer kontinuierlichen Ausbildung, die das ergänzt, was sie in den hochrealistischen Simulationssystemen erhalten, mit denen sie für den Erhalt ihrer Lizenzen und Zertifizierungen geprüft werden.

Pressemitteilung

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