Kommandowechsel an der Spitze der EUTM Mali

16/07/2021

Der deutsche Brigadegeneral Jochen Deuer ist neuer Kommandeur der EU-Ausbildungsmission in Mali (EUTM). Deuer übernahm am 7. Juli die Führung über die etwa 950 EUTM-Soldaten in dem westafrikanischen Land, wie das Einsatzführungskommando in Potsdam meldete. Der deutsche General wird die Mission für die nächsten sechs Monate leiten. In Anwesenheit zahlreicher Würdenträger aus Mali und der internationalen Gemeinschaft übergab sein Vorgänger, der spanische Brigadegeneral Fernando Gracia, das Kommando von EUTM Mali an Brigadegeneral Deuer.

Die Übergabe der Flagge, die das Kommando symbolisiert, wurde von Vizeadmiral Herve Blejeant durchgeführt, der extra aus Brüssel angereist war. Blejeant ist der Direktor des Militärplanungsstabes der Europäischen Union (EUMS) und einer der höchsten militärischen Repräsentanten der EU.

Blejeant betonte in seiner Rede die bisherigen Leistungen des Kontingents unter der Führung von Brigadegeneral Gracia hervor und unterstrich erneut die Bedeutung der Übungsmission für Mali und Europa.

Ziel des seit 2013 laufenden Einsatzes ist es, die Streitkräfte in der Region durch Beratung und Ausbildung zu unterstützen, so dass sie Bedrohungen durch islamistische Terrorgruppen entgegentreten können.

Für Brigadegeneral Jochen Deuer geht es in den nächsten Monaten darum, die Zusammenarbeit mit den Missionen malischer und internationaler Partner wie EUDEL, MINUSMA und Barkhane zu vertiefen. Aufbauend auf der Arbeit seines Vorgängers sowie die Ausweitung der Ausbildung im Rahmen des aktuellen Mandates, z. B. durch verstärkte Kooperation mit Burkhina Faso soll dies nun rasch umgesetzt werden.

Deutschland hat in dieser EU-Mission derzeit rund 110 Männer und Frauen im Einsatz. Zudem sind rund 880 deutsche Soldaten Teil der UN-Truppe Minusma in Mali. Die Lage in Mali hat sich in den vergangenen Monaten verschlechtert. Bei einem Bombenanschlag Ende Juni waren mindestens zwölf deutsche Soldaten verletzt worden.

Autor: Frederik Ströhlein

Zeremonie und Flaggenübergabe. (Foto: EinsFüKdoBw)

Pressemitteilung

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