Rheinmetalls Optionally Manned Fighting Vehicle-Konzept kommt in engere Auswahl der U.S. Army

26/07/2021

Die U.S. Army hat American Rheinmetall Vehicles – eine in Sterling Heights, Michigan ansässige Tochtergesellschaft des führenden Rüstungskonzerns Rheinmetall – einen Entwicklungsauftrag für die Phase 2 des Optionally Manned Fighting Vehicle (OMFV)-Programms erteilt. American Rheinmetall Vehicles wird diese Digitale Design-Phase gemeinsam mit seinen Partnern durchführen. Hierzu zählen führende Unternehmen der Verteidigungsindustrie, darunter Raytheon Technologies, L3Harris Technologies, Textron Systems und Allison Transmission.

Das OMFV-Programm der U.S. Army ist ein Landstreitkräfte-Modernisierungsprogramm, in dessen Rahmen fast 3.800 Bradley-Kampffahrzeuge bei den Armored Brigade Combat Teams der U.S. Army ersetzt werden sollen.

„Die Auswahl ist ein herausragender Erfolg für uns und das gesamte Team Lynx“, so Matt Warnick, Geschäftsführer von American Rheinmetall Vehicles. „Mit dieser Beauftragung machen wir einen weiteren wichtigen Schritt nach vorne, um der U.S. Army für das OMFV-Programm eine überzeugende Kombination aus Technologie der nächsten Generation, Partnerschaft und industriellen Fähigkeiten anbieten zu können. Hierauf arbeiten wir im Team Lynx gezielt hin.“

Das Team Lynx wird gemeinsam mit der U.S. Army an der digitalen Konstruktion und Entwicklung seines OMFV-Konzepts arbeiten und dabei Rheinmetalls innovativen Schützenpanzer Lynx KF41 als Ausgangspunkt für das Design verwenden. Mit dem Konzept des Team Lynx wird der U.S. Army ein Schützenpanzer der nächsten Generation zur Verfügung gestellt werden können, der sich durch eine neuartige Plattform mit einer modularen, offenen Systemarchitektur auszeichnet. Dies ermöglicht die schnelle Integration neuer Fähigkeiten, sobald diese verfügbar sind, und garantiert die Überlegenheit in den Einsatzgebieten von heute und morgen.

(Grafik: Rheinmetall)

Varianten des von American Rheinmetall Vehicles im OMFV-Programm angebotenen Schützenpanzers Lynx KF41 sind in mehreren Ländern der Welt auf dem Vormarsch. 2020 wurde das ungarische Heer Erstkunde und beauftragte über 218 Fahrzeuge, die im Kundenland produziert werden.

In Australien wurde Rheinmetall im Rahmen des Programms Land 400 Phase 3 zusammen mit einem weiteren Kampffahrzeughersteller für eine Truppenerprobungsphase ausgewählt. In deren Rahmen durchläuft das Fahrzeug umfangreiche Versuche, darunter Felderprobungen, Beschuss –und Ansprengtests sowie Mobilitätstests. Der Lynx KF41 erfüllt einen hohen Standard.

Die digitale Designphase ist der Startschuss für das OMFV-Programm und wird bis Anfang 2023 fortgesetzt, um die Grundlage für zukünftige Entwicklungs- und Produktionsphasen zu schaffen. Das Team Lynx entwickelt dabei Industrialisierungspläne, um das OMFV vollständig als ein Fahrzeug der nächsten Generation „Made in the USA“ ausliefern zu können. Somit wird das Team Lynx die Fertigungskapazitäten des US-Verteidigungsministeriums ausbauen und fortschrittliche Fertigungsmöglichkeiten einführen. Der Wettbewerb für Phase 3 (Detailed Design) wird voraussichtlich im Jahr 2023 beginnen, gefolgt von Phase 4 (Prototype Build and Test), die dann Anfang 2026 in die staatlichen Erprobungen mündet.

„Wir bei American Rheinmetall sind unglaublich stolz auf unser Engagement für die U. S. Army, für unsere Soldatinnen und Soldaten und für fortschrittliche amerikanische Technologie, Design und Produktion“, so Stephen Hedger, CEO von American Rheinmetall Defense, der Muttergesellschaft der in den USA ansässigen Rheinmetall-Firmen.

Pressemitteilung

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