„General-Kießling-Preis“ an Infanterieschule verliehen

27/07/2021

Der General-Kießling-Preis ehrt außergewöhnliches Engagement zur Pflege der bundeswehreigenen Tradition. Kürzlich wurde dieser Preis der Infanterieschule für ihre „Lehrsammlung Infanterie“ verliehen.

Der Kommandeur Infanterieschule und General der Infanterie, Brigadegeneral Michael Matz (Mitte), empfing den Kießling-Preis aus Händen des Stellvertreters Inspekteur Heer, Generalleutnant Johann Langenegger (links) sowie dem Vorsitzenden des Stiftungsrates, Generalleutnant außer Dienst Rainer Korff.

„Der General-Kießling-Preis ist eine Anerkennung für diejenigen, die die Tradition der Infanterieschule aufgebaut und gepflegt haben,“ unterstrich Generalleutnant Johann Langenegger als Stellvertreter des Inspekteurs des Heeres. Er war extra aus dem Kommando Heer in Strausberg bei Berlin nach Hammelburg gekommen, um der Infanterieschule im Namen des ranghohen Vorgesetzten zu gratulieren.

Die Infanterieschule trat zur Preisverleihung zum zweiten Quartalsappell des Jahres 2021 an.

Seiner Zeit voraus

Der Preis, gestiftet durch den im Jahr 2009 verstorbenen General Günter Kießling, wird jährlich durch die General-Kießling-Stiftung verliehen. Die Infanterieschule ist die zweite Institution, die bisher den Preis erhielt. Der Vorsitzende des Stiftungsrates, Generalleutnant außer Dienst Rainer Korff, erklärte: „General Kießling war geistig seiner Zeit weit voraus. Er stiftete einen Preis, der der Pflege bundeswehreigener Tradition eine besondere Aufmerksamkeit widmet.“ Damit sei er Vordenker einer Entwicklung geworden, welche durch den neuen Traditionserlass der Bundeswehr im Jahr 2018 zur einheitlichen Linie für die deutschen Streitkräfte wurde. Korff sagte weiter: „Sie in Hammelburg entsprechen mit Ihrer Arbeit und Ihrem Tun exakt den Zielen des Inspekteurs des Heeres.“

Im Eingangsbereich der Lehrsammlung Infanterie grüßen historische Truppenfahnen aus vergangenen Zeiten.

Ein Beispiel für lebhafte Traditionspflege

Im Einzelnen lobten die Generale Langenegger und Korff die „Lehrsammlung Infanterie“, welche „sehr erfolgreich die kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit vollzieht,“ so Korff. Der Besucher erlebe die Tradition der Truppengattung Infanterie in der Bundeswehr zum Anfassen und könne sie so begreifen und verarbeiten. „Sie haben sich vorbildlich der eigenen Tradition angenommen.“, lobte Korff. Generalleutnant Langenegger betonte: „Die historische Orientierung und Standortbestimmung sind nach wie vor notwendig. Die Angehörigen der Infanterieschule dürfen stolz auf diese Auszeichnung sein.“

Die Lehrsammlung Infanterie zeigt Exponate aus mehreren hundert Jahren Infanteriegeschichte. Hier eine Fallschirmjägeruniform aus dem Jahr 1957.

Weitere Auszeichnungen

Neben der Verleihung des Kießling-Preises wurden im zweiten Schulappell des Jahres 2021 auch die Lehrgangsbesten des „Offizierlehrganges Infanterie“ geehrt. Der Kommandeur Infanterieschule und General der Infanterie, Brigadegeneral Michael Matz, übergab den Bestpreis an Oberleutnant Sebastian Faust, der mit der Note 1,18 als Lehrgangsbester abschnitt. Er erhielt einen Säbel, gestiftet vom Bund der Deutschen Infanterie. Auf Platz zwei und drei erhielten die Oberleutnante Tobias Bauer und Christoph Kaul jeweils einen Buchpreis. „Sie alle überzeugten nicht nur durch einen guten Notenschnitt in Prüfungen, sondern auch als Kameraden und im praktischen Gefechtsdienst im Felde,“ unterstrich Brigadegeneral Matz die Bedeutung des Bestpreises. Er blickte in die Zukunft: „Mit dem Abschluss des Offizierlehrganges absolvieren sie einen wichtigen Meilenstein, um die Kampfkraft der Infanterie auch in Zukunft hochzuhalten.“

Autor: Jan Volkmann, Fotos: Bundeswehr/Andrea Rippstein

Pressemitteilung

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