Defenture entwickelt taktisches Fahrzeug für die deutschen Spezialkräfte

10/08/2021

Das BAAINBw (Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr), die Beschaffungsstelle der Bundeswehr für leistungsfähige und sichere Ausrüstung, hat dem niederländischen Unternehmen Defenture den Auftrag zur Entwicklung und Herstellung von taktischen Fahrzeugen für das deutsche Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr erteilt. Der Auftrag umfasst die Auslieferung von maximal 80 Fahrzeugen in verschiedenen Konfigurationen.

Das Kommando Spezialkräfte benötigt eine Mobilitätsplattform für unterschiedliche Einsätze, die eigens für spezifische militärische Endnutzer entwickelt wurde. Die gewählte Plattform ist der Defenture Mammoth, ein 9-Tonnen-Fahrzeug, das auf der bewährten GRF 5.12-Plattform basiert. Die niederländischen Korps Commandotroepen (KCT) und andere Länder setzen diese Plattform ebenfalls ein. Dank des modularen Aufbaus der allradgetriebenen, äußerst mobilen Fahrzeuge ist eine bestmögliche Vorbereitung auf den vorgesehenen Einsatzzweck möglich.

Der VECTOR von Defenture. (Bild Defenture)

Die Programme AGF 2 (Mittleres Aufklärungs- und Gefechtsfahrzeug Spezialkräfte) und UFK (Mittleres taktisches Unterstützungsfahrzeug Kommando Spezialkräfte) umfassen die Lieferung von vier Prototypenfahrzeugen in unterschiedlichen Konfigurationen. Ausgestattet wird jede Plattform mit verschiedenen Systemen wie u.a. Schusserkennungssystem, Funkgeräten, Lang- und Kurzstrecken-EO, Waffenhalterungen und internen Kommunikationssystem. Defenture wird in enger Zusammenarbeit mit Industriepartnern und dem Kommando Spezialkräfte, die vier Fahrzeuge konfektionieren und alle notwendigen Systeme integrieren. Die endgültigen Konfigurationen werden auf der Grundlage gründlicher Endnutzertests als Start für die Montage einer kompletten Serie festgelegt, die aus maximal 80 Fahrzeugen besteht. Zusammen mit seinen Industriepartnern wird Defenture der Bundeswehr auch mit Dienstleistungen, Unterstützung und Schulungen über die gesamte Lebensdauer der Fahrzeuge zur Seite stehen.

Henk van der Scheer, CEO von Defenture: “Wir fühlen uns durch diesen prestigereichen Auftrag sehr geehrt. Diese Fahrzeuge für die deutschen Spezialkräfte zu entwickeln und zu bauen, ist eine Anerkennung für all die Energie, die Defenture in den letzten Jahren in die Entwicklung des besten Fahrzeugs für diese Spezialisten gesteckt hat. Auf die enge Zusammenarbeit mit dem Kommando Spezialkräfte, dem BAAINBw und unseren internationalen Industriepartnern freuen wir uns sehr.”

Bei dem erteilten Auftrag handelt es sich um das nächste international ausgezeichnete Programm von Defenture. Für die Niederlande, die Schweiz und Deutschland wurden bereits frühere Programme durchgeführt. Spezielle leichte taktische Fahrzeuge wurden für diese Länder in unterschiedlichen Konfigurationen geliefert. Die von diesen Nationen genutzten Fahrzeuge basieren alle auf dem GRF 5.12-Fahrgestell. Dieses wurde speziell für den militärischen Einsatz entwickelt und bietet unter allen Umständen eine unübertroffene Leistung. Das GRF 5.12-Fahrgestell basiert auf dem Baukastenprinzip ‘Defenture Modular Design Principle (DMDP)’. Dank dieser Technik kann dieses Fahrgestell in jede Variante der einsatzbereiten Konfiguration im Bereich eines Gesamtgewichts von 3 bis 10 Tonnen konfiguriert werden. Dank des Defenture Modular Design Principle können Nutzer ihre Fahrzeugflotte optimal standardisieren und harmonisieren. Dies trägt auch zur Interoperabilität zwischen Ländern bei, die die Fahrzeuge in unterschiedlichen Konfigurationen einsetzen.

Aufgrund des einzigartigen Designs und der prozessgesteuerten Fertigungsverfahren von Defenture gibt es Möglichkeiten für eine intensive Zusammenarbeit mit lokalen Partnern zur Gewährleistung starker und nachhaltiger Partnerschaften. Starke Partnerschaften, die einen Beitrag zu lokalem Wohlstand und wirtschaftlichem Wachstum leisten und zudem die Lebenszykluskosten und Vorlaufzeiten minimieren.

Pressemitteilung

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