Spanien erhält neues Battlefield Management System

11/08/2021

Spanien erhält ein neues Battlefield Management System (BMS). Dieses System bietet ein Situationsbewusstsein auf höchstem Niveau, das die Koordination und Sicherheit der Soldaten sowie die Effizienz ihrer Mission verbessert, so die Streitkräfte. Dieses Führungs- und Informationssystem zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, mit geringen Bandbreiten zu arbeiten, und durch seine Interoperabilität mit allen Arten von taktischen Funkgeräten zu arbeiten. Mit dem neuen BMS kann das spanische Heer als europäische Rahmennation die Führung anderer übernehmen.

Am 30. Juli gaben das spanische Unternehmen Indra sowie Partner Thales den Abschluss der Entwicklung des neuen Battlefield Management Systems bekannt. Laut Aussage der beiden Hersteller handelt es sich um die fortschrittlichste und effektivste taktische Führungs- und Informationslösung, die derzeit auf dem Markt ist. Mit ihr kann das spanische Heer seine Überlegenheit bei Bodeneinsätzen sicherstellen.

Beispiel: Spanische Fallschirmjäger werden in einer fiktiven internationalen Friedensmission eingesetzt. Feindliche Kräfte haben in zwei Vierteln einer taktisch wichtigen Stadt Stellung eingenommen. Alle luftverlegbaren Fahrzeuge der Einheit sind mit dem BMS ausgestattet. Dieses zeigt die genaue Position der eigenen Kräfte in Echtzeit an. Über Textnachrichten wird der Vormarsch koordiniert, ohne das gefunkt werden muss. Die Führer sind mit robusten und taktischen Tablets ausgestattet, diese sind über Wi-Fi mit den taktischen Funkgeräten verbunden. So erhalten alle innerhalb der Befehlskette und auch unterstützende Einheiten gleichzeitig ihre Befehle, aber auch Aufklärungsinformationen wie Bilder und Videos.

Es kommt zum ersten Kontakt, ein Fallschirmjäger markiert die Position des gegnerischen Scharfschützen auf der digitalen Karte, um diese Information an die anderen Einheiten weiterzugeben. Gleichzeitig erhält er die Meldung, dass eine andere Einheit in einer nahen gelegenen Straße eine selbstgebaute Bombe entdeckt hat. Die Einheit bittet um Unterstützung bei der Entschärfung. Der Befehlshaber beauftragt die Pioniere damit. Dank des BMS haben alle beteiligten Kräfte den gleichen Informationsstand. Die Einsatzleitung verfolgt alle Ereignisse in Echtzeit vom Stützpunkt aus und bereitet in automatischer Abstimmung mit der Artillerie das unterstützende Feuer vor.

Dies ist nur einer der Anwendungsfälle, die die 6. Fallschirmjägerbrigade „Almogávares“ vom Stützpunkt Príncipe in Paracuellos de Jarama in der Nähe von Madrid in den BMS-Zertifizierungs-Übungen nachgestellt hat.

Das neue BMS arbeitet auch optimal bei geringen Bandbreiten, wie sie normalerweise für die taktische Kommunikation zur Verfügung stehen. Dadurch wird sichergestellt, dass das System auch in den komplexesten Szenarien, in denen die Kommunikation schwierig ist und bei feindlichen Störversuchen effektiv funktioniert. Das System ist in der Lage, nicht nur Textnachrichten und Bilder auszutauschen, sondern auch Videos in Echtzeit. Das BMS lässt sich außerdem in die NATO-Standards integrieren, so dass es mit den Systemen anderer verbündeter Länder interoperabel ist.

Während der Übung wurde auch das SYNAPS-Funkgerät getestet. Bei diesem taktischen Funkgerät mit hoher Kapazität und ESSOR SCA-Architektur handelt es sich um ein Zweiband- (VHF/UHF) und Zweikanal-Funkgerät, das speziell für den gemeinsamen Kampf und die Kontinuität der Befehlskette entwickelt wurde. Die SYNAPS-Fähigkeiten ermöglichen die Integration der Einheiten durch Interoperabilität mit den aktuellen PR4G-Funkgeräten des Heeres und die Fähigkeit zur Skalierung neuer Funktionsmerkmale und Dienste, die in Zukunft in das BMS-ET integriert werden können, wobei die Sicherheit, Integrität, Vertraulichkeit und Belastbarkeit der Kommunikation gewahrt bleibt. Gleichzeitig bietet es der Brigade 2035 die Möglichkeit, ihren logistischen Aufwand zu verringern, indem sie mit einer einzigen Funkstation anstelle von drei den Kommunikationsbedarf über einen einzigen VHF-Kanal abdeckt und gleichzeitig die hohe Bandbreitenleistung des UHF-Kanals nutzt.

Pressemitteilung

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