Tarnung – bessere Durchhaltefähigkeit und Lebensversicherung auf dem Gefechtsfeld

apf

26/08/2021

Tarnung dient dazu, das Erscheinungsbild eines Individuums oder einer Sache so zu verändern, dass sie nicht mehr zu erkennen oder nur noch mit Mühe zu identifizieren ist. Dies geschieht zum Beispiel mit Hilfe von Tarnkleidung mit Tarnmustern sowie Bewegungslosigkeit oder dem Gelände angepassten Bewegungslinien, um diese gegen Sicht auch durch natürliche Schattenbildung auszunutzen.

Tarnung ist facettenreich und kann in vielen Bereichen erfolgen, unter anderem durch optische Tarnung, akustische Tarnung, Geruchstarnung sowie multispektrale Tarnung. Beispiele dazu, Spezialkräfte oder Aufklärer waschen sich schon Tage vor einer Mission nicht mehr oder nicht mehr mit Seife, oder vermeiden Gewürze, Rasierwasser oder Zigarettenrauch, da Hunde dieses sehr schnell aufspüren könnten. Bei der thermischen Tarnung geht es vor allem um das Abschirmen von Körperwärme und Geräteabstrahlung, diese kann zum Beispiel durch den Gebrauch einer Folie oder einer Rettungsdecke erfolgen.

Die bekannteste und einfachste optische Tarnung im Bereich der Bundeswehr ist der seit 1991 eingeführte Tarndruck „Flecktarn“ der Uniformen. Während der Entwicklung wurde der Tarndruck als das Flecktarn B (groß) bezeichnet. Die Ursprünge des Tarnmusters „Flecktarn“ reichen bis in die 1930er Jahre zurück und basieren auf Tarnmustern der Waffen-SS. Neben dem gängigen Fünffarbtarndruck wurden zunächst als Truppenversuche für den UNOSOM II-Einsatz in Somalia 1993/94 das fälschlicherweise als „Wüstentarn“ bezeichnete Drei-Farben-Muster (dunkelgrün/dunkelbraun/beige) für Trockengebiete mit Restbewuchs bzw. Steppengebiete eingeführt. Derzeit in der Entwicklung befindet sich ein echtes Wüstentarnmuster für vegetationslose Wüsten, bestehend aus Grau- und Rosafarbtönen, sowie ein „Gebirgsflecktarn“ für Fels- und Hochgebirge. Das Wintertarnmuster hingegen ist keine Flecktarn-Variante.

Neben diesen nutzen die Spezialkräfte der Bundeswehr – Kommando Spezialkräfte (KSK) und Kommando Spezialkräfte der Marine (KSM) – noch eine Multicam-Variante. Außerdem werden die Uniformstoffe der Bundeswehr einer bestimmten Behandlung (faser- und farbstoffchemische Reaktionen) unterzogen, die die Nahinfrarot (IR)-Tarnung verbessert.

Die Bundeswehr unterhält in Storkow (Mark) eigens einen Technologiestützpunkt Tarnen und Täuschen. Diesen gab es schon zu Zeiten der Nationalen Volksarmee (NVA). Seit dem Jahr 1934 arbeiten Soldaten und Techniker in Brandenburg an Möglichkeiten, den Gegner zu täuschen, oder sich der gegnerischen Aufklärung durch Tarnung zu entziehen. Nach einer intensiven Nutzung der Küchenseekaserne in Storkow durch die NVA trat hier nach der Wiedervereinigung der „Pionierstützpunkt Tarnen und Täuschen“ der Bundeswehr seinen Dienst an. Heute umfasst die Tätigkeit des Stützpunktes folgende wesentliche Aufgaben:

Das Mobile Camouflage System (MCS) ist wie eine Uniform für Gefechtsfahrzeuge. Es tarnt gegen Aufklärung durch das menschliche Auge sowie Sensoren, vermindert die Wärmeeinstrahlung und führt zu keinerlei Einschränkung des Fahrzeuges in der Bewegung oder im Kampf. (Foto: Saab)
  • Entwicklung und Herstellung von speziellen Tarn- und Täuschmitteln wie Attrappen und Täuschreflektoren gegen Infrarot- und Radaraufklärung sowie deren Versuchsmuster.
  • Durchführung von Versuchsübungen und Untersuchungen mit Tarn- und Täuschmitteln, um Verfahren beim Einsatz, Ausbildungshilfen und Zweckmäßigkeit der Ausrüstung zu erproben.
  • Zusammenarbeit mit wehrtechnischen Dienststellen und Forschungsinstituten.
  • Unterstützungsleistung für die Gruppe Weiterentwicklung der Pioniertruppe.
  • Hilfe für die Pioniertruppe und alle Truppen bei Ausbildungen im Gebiet „Tarnen und Täuschen“.

Im Bereich der Attrappen verfügt der Stützpunkt inzwischen über eine große Anzahl an Mustern. Dieses sind zum Beispiel selbstfahrende Vollattrappen wie die Kurzstreckenrakete Scud B, Attrappen auf Anhängern wie das Flugabwehrsystem Roland, oder aufblasbare Modelle von Wiesel und Marder. Neben Vollattrappen existieren auch Teilmodelle, wie z. B. Turmattrappen. Durch Einsatz von modernster Technik sind diese Täuschungsmaßnahmen aufgrund ihres Wärme- oder Infrarotprofiles nur sehr schwer vom Original unterscheidbar.

Dem Schutz der eigenen Kräfte dienen die aktuellen Entwicklungen zur neuesten Generation Tarnnetze. Diese Netze schützen künftig besser vor visueller Aufklärung und im gesamten multispektralen Spektrum, unter anderem im Bereich Infrarot und Radar. Aber auch die persönliche Bekleidung des Soldaten kommt hinsichtlich ihrer Tarnwirkung in Storkow auf den Prüfstand.

Neben der Uniform ist seit 1996 das Mobile Camouflage System (MCS) aus dem Hause Saab Barracuda für Fahrzeuge weit in der Truppe verbreitet. In der Bundeswehr wird das MCS als Multispektraler Mobiler Tarnsatz (MMT) bezeichnet und ist für den Kampfpanzer LEOPARD II, die Panzerhaubitze 2000, den Schützenpanzer MARDER, GTK BOXER, Bergepanzer 3 Büffel, WOLF, FENNEK eingeführt und für weitere Fahrzeuge und Prototypen in Entwicklung. Die Bundeswehr nutzt ebenfalls Tarnnetze der Business Unit Barracuda der Saab AB.

Fahrzeug-Tarnung

Heiko Landahl-Gette, Direktor Marketing & Sales Land, Saab Deutschland GmbH: „Das MCS/MMT ist wie eine Uniform für das Gefechtsfahrzeug. Die Soldaten können ihre Fahrzeuge ohne Einschränkungen einsetzen und ihre Aufgaben vollständig erfüllen. Gleichzeitig bietet das MCS/MMT den vollen multispektralen Schutz, statisch und in der Bewegung. Die Tarnnetze, zum Beispiel ULCAS (Ultra Lightweight Camouflage System), kommen zum Einsatz, wenn das Fahrzeug für längere Zeit statisch bleibt. Das Netz bietet volle Fahrzeug-Abdeckung und es ist nahezu unmöglich, das Fahrzeug darunter zu entdecken. Für vollständige Unsichtbarkeit werden das MCS und das ULCAS-Netz zusammen verwendet. Die Eigenschaften im ULCAS und im MCS ergänzen sich gegenseitig.“

So wird zum Beispiel im Radarbereich ein Radarimpuls zuerst im Netz absorbiert und die Reste des Impulses werden durch das MCS absorbiert. Barracuda ist in der Lage, die Tarnung mit MCS und Netzen auf ein bestimmtes Fahrzeug zuzuschneiden, sowohl in Bezug auf die Tarnperspektive als auch auf die Benutzerfreundlichkeit.

ULCAS wird von Hersteller Saab in den Ausführungen Woodland, Desert und Artic in jeglichen Größen angeboten. Die Anpassung an kundenspezifische Anforderungen hinsichtlich Tarnmuster, Farbgebung und Größe kann Saab nach eigenen Angaben jederzeit und beliebiger Stückzahl gewährleisten.

„Wüsten sind eine echte Herausforderung für die Tarnung, extreme Hitze am Tag und zum Teil Frost bei Nacht, hinzu kommen komplexe Oberflächen und Staub, der die Ausrüstung erheblich beansprucht. Auch in Wäldern bietet sich im Verlauf der Jahreszeiten eine extreme Varianz an optischen Gegebenheiten und Temperaturen. Die Arktis ist die bei weitem die herausforderndste Umgebung für Besatzungen und Tarnung. Große Kälte und Stürme, erhebliche Temperaturunterschiede zwischen der Umwelt, den Fahrzeugen und den Menschen erschweren effektive Tarnung ungemein“, so der leitende Entwicklungsingenieur Dr. Johan Jersblad, der seit 17 Jahren bei Saab Barracuda arbeitet. Weiter erläutert er: „Jedes Gelände erfordert eine andere Art der Tarnung. Für Wüsten haben wir eine Bibliothek mit Sand aus allen Regionen der Erde. Für einen maximalen Schutz braucht man die besten Farben und Schattierungen von Anfang an. Dann muss sich das Netz den Temperaturbedingungen seiner Umgebung anpassen können. Im Wald ist es ein bisschen einfacher. Der Trick dabei ist, dafür zu sorgen, dass das Netz die gleiche Temperatur wie der Untergrund hat. Beispielsweise strahlen Kampfpanzer sehr viel Wärme ab, die unsere Netze verbergen muss, zumal der Wald nachts erheblich abkühlt. Jegliche Wärme muss auf natürlichem Wege abgeführt werden, zum Beispiel durch den Wind. Bei Bedarf kann unserer Tarnung auch natürliche Vegetation hinzugefügt werden, um sich noch besser in die Umgebung einzufügen. Die Arktis ist bei weitem die komplexeste Umgebung, in der man arbeiten kann. Fahrzeuge geben in sehr kalter Umgebung große Wärmemengen ab und sind dadurch schwer zu tarnen. Wir verwenden hier spezielle Materialien, um die Tarnung dennoch zu gewährleisten. Wärme- oder Infrarotuntersuchungen sind für unsere technologische Weiterentwicklung besonders wichtig. Unsere Materialien reflektieren die Infrarotspiegelungen des Schnees, so dass ein Beobachter nur die Spiegelungen sieht und nicht das Fahrzeug. Jedes Gelände stellt uns vor neue Herausforderungen, deshalb müssen wir innovativ bleiben und unsere weltweit führenden Systeme weiterentwickeln. Permanent forschen wir daher besonders in den Bereichen Material, Textilien, Farben und Pigmentierung.“

Hier am Beispiel FENNEK. (Foto: Saab)

Neue Tarnnetze

Die Bundeswehr beabsichtigt die Beschaffung von statischen Tarnnetzen. Dabei handelt es sich um multispektrale Tarnnetze der 3. Generation. Anvisiert sind rund 60.000 Stück in den Farben Grün, Wüste und Schneetarn.

In Deutschland waren Tarnnetze der ersten Generation (Typ 1) die eingeschnittenen PVC-Netze. Das Tarnnetz der zweiten Generation (Typ 2) war ein flaches 2D-Netz, das auf der einen Seite (Rückseite) uni-grün und auf der anderen Seite in Tarnfarben bedruckt war. Das Netz ist schwer entflammbar und gegen Verrottung behandelt. An den Ecken befinden sich Befestigungsbänder. Heute bieten die Tarnnetze der zweiten Generation keinen ausreichenden Schutz gegen die modernen Sensoren auf dem Gefechtsfeld, insbesondere gegen Infrarotkameras (IR) als Drohnennutzlast oder abbildende Radarsysteme (Synthetic Aperture Radar; SAR).

Heutige Tarnung und damit die Tarnnetze der Zukunft sind dreidimensional (3D). Sie müssen in jeder Hinsicht wie die Natur sein, um Schutz zu bieten. Die Netze der 3. Generation bestehen aus zwei Schichten, einer blattähnlichen Garnierung und einer Unterlage. Diese Netze ähneln dann der Natur sowohl im Aussehen (3D-Blattaufschnitt) als auch in der Farbe. Zudem absorbieren diese Netze die Radarstrahlung, in dem die Beschichtungen der Unterlage so ausgelegt ist, dass sie die einfallende Radarstrahlung absorbiert.

Die heutigen Sensoren zur Aufklärung arbeiten in verschiedenen Regionen des elektromagnetischen Spektrums (Wellenlängen), im visuellen, nahen Infrarot, thermischen Infrarot und Radarbereich. Ein multispektrales Tarnnetz schützt in mehreren Regionen dieser Spektren und schützt den Benutzer so vor allen Sensoren. Deshalb wird es multispektral genannt.

Reflektiertes Licht wird von einem Objekt zurück geworfen, im Bereich Ultraviolet (UV), VIS (sichtbar) 380 bis 780 nanometers (nm), Near-infrared (NIR) 780 bis 1200 nm, Shortwave-infrared (SWIR) 900 bis 1700 nm, und im Bereich Thermal-Infrared (TIR) als MWIR (Midwave-infrared) 3 bis 5 µm (3000 – 5000 nm) sowie LWIR (Longwave-infared) 8 bis 12 µm (8000 – 12000 nm). (Grafik: Saab)

Tarnsysteme wie MCS/MMT können zudem die Aufwärmung durch Sonneneinstrahlung von Fahrzeugen, Kommandoständen, Zelten und Containern um bis zu 80 Prozent reduzieren, insbesondere bei Betriebstemperaturen von -21°C bis +80°C. Dies führt zu einem effizienteren Wärmemanagement vor Ort und spart Treibstoff ein, zum Beispiel durch die Reduzierung der zur Kühlung von Fahrzeugen und Motoren benötigten Energie. Aus operationeller Sicht sind Tarnnetze wie ULCAS einfach zu verwenden und zu handhaben, sie bieten alle erforderlichen Eigenschaften in einem einzigen Stück Textil und sind zudem mit 250 Gramm pro Quadratmeter sehr leicht.

Eine Variante des MCS/MMT umfasst auch das HeaT-Reduction (HTR)-System von Saab, das die Innentemperatur eines Fahrzeugs senkt und die Durchhaltefähigkeit von Personal und elektronischer Ausrüstung verlängert.

Die U.S. Army nutzt das U.S. Army’s Next-Generation Ultra-Light Camouflage Netting System (ULCANS) von Fibrotex USA Inc., einer Tochtergesellschaft von Fibrotex aus Israel. Der Vertrag von 2018 hat eine Laufzeit von 10 Jahren, mit einem Gesamtwert von 480 Millionen USD. Zwei Jahre lang testete die U.S. Army (durch das Natick Soldier Systems Center (PM-FSS)) verschiedene Produkte. Dabei mussten die Tarntechnologien gegen die fortschrittlichsten Gefechtsfeldüberwachungssensoren der U.S. Army antreten. Die Produkte der Muttergesellschaft Fibrotex Technologies Ltd (FTL) wurden dabei speziell für das US-Verteidigungsministerium modifiziert.

Mit dem bloßen Auge sind die multispektralen 3D-netze genauso wenig zu erkennen, wie mit einem LWIR-, SWIR- oder MWIR-Sensor. Das linke Bild zeigt eine Aufnahme durch einen MWIR-Sensor. (Fotos: Saab)

Lösung für den abgesessenen Soldaten

Außerhalb seines Fahrzeuges muss sich der Soldat auf die Tarnfähigkeit seiner Uniform verlassen. Bei Aufklärern oder Scharfschützen kam zudem oft ein sogenannter „Ghillie Suit“ hinzu. Letzterer sollte vor allem zusätzlich die Form des menschlichen Körpers verbergen, indem er dessen Konturen aufbricht und ihn so mit seiner Umgebung „verschmelzen“ lässt.

Saab bietet derzeit schon den SOTACS (Special Operations Tactical Suit) an, sowie persönliche Tarnnetze und Ponchos. Hinzu kommen maßgeschneiderte Tarnlösungen für Spezialeinheiten. Auch in diesem Bereich wird an neuen Systemen gearbeitet und an Prototypen geforscht.

Schutz vor Aufklärung durch Wärmebildgeräte soll der Fibrotex NightWalker Anzug aus Israel bieten. Er ist mit 550 Gramm ultraleicht und hat ein extrem kleines Packmaß (15x15x20 cm). Der Anzug absorbiert und reflektiert (diffuse) die thermische Strahlung, so sollen Personen erst unterhalb eines Abstands von 100 m sichtbar sein. Neben den Spezialkräften in Israel wird er auch schon in Frankreich, Finnland und anderen Ländern genutzt. Der NightWalker soll aber nicht nur Thermalschutz (3.000-5.000 Nm (MWIR) und 8.000-12.000 Nm (LWIR)) bieten, sondern dies vor allem in einem hochmobilen Einsatz. Also auch in der Bewegung. Dazu wurde das Material atmungsaktiv ausgelegt, um auch bei schweißtreibenden Einsätzen der Spezialkräfte diese durch Überhitzung nicht noch zusätzlich zu belasten. Er besteht aus Jacke und Hose, als Option kommen Haube, Gesichtsmaske, Handschuhe, Überschuhe oder Waffenhülle dazu. NightWalker kann alleine oder über der Uniform getragen werden. Fibrotex fertigt ihn individuell nach den Ansprüchen (Ausstattung, Farbe, Tarnmuster, etc.) der jeweiligen Einheit. Der Europavertrieb erfolgt über Tacticaltrim e.K. aus Berlin.

Die drei großen Hersteller, die auch die durch das Militär geforderten Mengen produzieren können sind neben Saab AB aus Schweden, Fibrotex aus Israel noch die SSZ Camouflage Technology AG aus der Schweiz.

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