Air2030: Projekt «neues Kampfflugzeug» holt Bronze in internationalem Projektmanagement-Wettbewerb

23/09/2021

Die armasuisse erreicht den dritten Platz beim internationalen IPMA Global Project Excellence Awards Wettbewerb mit dem Projekt „Neues Kampfflugzeug“ (NKF). Die drei Finalisten in der Kategorie Gross-Projekte stammen aus Russland, Algerien und der Schweiz. Der Final hat am 22. September 2021 in St. Petersburg stattgefunden. Der Organisator des Wettbewerbs ist der weltweit anerkannte Projektmanagementverband IPMA (International Project Management Association).

Ein zum Finalisten der IPMA Global Project Excellence Awards erkorenes Projekt zeichnet sich durch eine starke Führung, klare Zielorientierung und solide Prozesse aus. Zudem bestätigt die Ernennung durch die IMPA Jury, dass armasuisse die Prozesse innerhalb des Projekts regelmässig hinterfragt und wo angezeigt anpasst. Neben der Anerkennung dient die Teilnahme am Wettbewerb und die externe Beurteilung auch als Grundlage für die kontinuierliche Verbesserung von Managementtätigkeiten und -abläufen im weiteren Projektverlauf.

Für den Final qualifiziert hatten sich nebst armasuisse die Projekte „Sber Antifraud 2.0“ von Sberbank of Russia aus Russland (Gold-Gewinner) und „Ecoquartier Hacene Malik“ von Sarl Achim Immobilier aus Algerien (Finalist). Die Mitglieder der diesjährigen IPMA-Jury stammen aus Polen, Deutschland, China und der Schweiz.

Das Kampfflugzeug vom Typ Eurofighter – hier eine Maschine der deutschen Luftwaffe – war unterlegen. (Foto: Luftwaffe)

Internationaler Wettbewerb als Benchmark

armasuisse wickelt die Beschaffung von Armeematerial mit Hilfe von Projekten ab und ist bestrebt, kontinuierliche Lern- und Weiterentwicklungsprozesse anzuwenden. Dazu gehört auch, dass sie sich mit dem Markt misst und sich mit Hilfe eines Benchmarkings, wie beispielsweise mittels einer unabhängigen Beurteilung von erfahrenen Assessoren im Rahmen des IPMA-Wettbewerbs, verbessern kann. Die IPMA organisiert den internationalen Wettbewerb seit 2002 jährlich für Projekte und Programme, bei dem Teams ausgezeichnet werden, die besondere Leistungen im Projekt- und Programmmanagement vorweisen können. Unter anderem mittels Audits und Interviews mit dem Projektauftraggeber, der Projektführung, Projektteammitgliedern und weiteren Stakeholdern beurteilen die aus verschiedenen Ländern kommenden und im Projektmanagement erfahrenen Assessoren das Projekt. Dies geschieht anhand eines Modells, welches im IPMA Standard zur Project Excellence Baseline (PEB) beschrieben wird. Für die Beurteilung müssen keine Informationen herausgegeben werden, die den Inhalt des Projektes betreffen. Sensitive Daten sind also geschützt. Die Resultate des Assessments fliessen an die Jury der IPMA, die im Anschluss die Finalisten des Wettbewerbs sowie die Halter der ersten drei Ränge bestimmt.

Das amerikanische Modell F-35 ging als Sieger hervor. Es gibt in der Schweiz dennoch Wiederstand, d.h. das Modell ist noch lange nicht bestellt oder im Zulauf. Die Zeit drängt aber, da die derzeit genutzten Maschinen dringend ersetzt werden müssen. (Foto: USAF)

International Project Management Association

Die IPMA wurde 1965 als erster international tätiger Projektmanagement Verband gegründet und hat seinen Hauptsitz in Europa. Heute umfasst die IPMA ungefähr 70 nationale Vereinigungen und hat weltweit mehr als 40000 Mitglieder. Die IPMA gibt eine Anzahl von Standards heraus. Neben der IPMA Project Excellence Baseline (PEB) dient die IPMA Individual Competence Baseline (ICB) als Grundlage für die nationalen Zertifizierungsprogramme von Projektmanagern anhand deren sich bis heute ungefähr 350’000 Einzelpersonen zertifiziert haben. Mit der Organisation und Vergabe ihrer Global Project Excellence Awards unterstützt die IPMA Projektteams bei ihren kontinuierlichen Verbesserungsbemühungen.

Pressemitteilung

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