ESG liefert Sea Falcon an die Marine

08/11/2021

See

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat mit der ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH als Hauptauftragnehmer einen Vertrag über die Beschaffung von drei Unmanned Aircraft Systems (UAS), in der Bundeswehr unter dem Namen „Sea

Falcon“ eingeführt, für die Korvetten K130 der Deutschen Marine geschlossen.

Mit der Umsetzung des Vorhabens „Aufklärung und Identifizierung im maritimen Einsatzgebiet (AImEG)“ werden die Fähigkeiten der Korvetten zur bildgebenden Aufklärung signifikant erweitert: Objekte können mit den Sea Falcon künftig weit jenseits der bordeigenen Sensorik erkannt und identifiziert werden.

Ein UAS besteht aus zwei unbemannten Fluggeräten des Typs Skeldar V-200, einer auf der Korvette integrierten Bodenkontrollstation, von der aus das Fluggerät geführt wird, sowie einer Ausstattung mit Werkzeugen und Ersatzteilen.

Der Sea Falcon basiert auf dem Typ Skeldar V-200 des schwedischen Herstellers UMS Skeldar AB und kann mit einem maximalen Abfluggewicht von 235kg, einer maximalen Geschwindigkeit von 75 Knoten und einer Nutzlast von bis 40kg bis zu 5 Stunden operieren. Er kann auf Deck der Korvette bei bis zu 20 Knoten Windgeschwindigkeit und „Sea State 3“ automatisch starten und landen. Ein integrierter Sensor übermittelt optische und Infrarot-Bilder in Echtzeit an die Bodenkontrollstation.

Das nun unter Vertrag genommene Projekt AImEG umfasst in einem Zeitraum von 4 Jahren

– in der Pilotphase die Entwicklung und Zulassung hinsichtlich des Anpassungsbedarfes der Bundeswehr; die Lieferung eines UAS inklusive der Integration in eine Korvette; Erstausbildung des Bundeswehrpersonals sowie umfassende logistische Leistungen;

– in der Serienphase die Lieferung zweier weiterer Systeme, wovon eines ebenfalls in einer Korvette integriert wird und das andere für landbasierte Ausbildung verwendet wird. Zudem werden drei Rüstsätze für die zukünftige Vorrüstung weiterer Korvetten zur Aufnahme eines UAS geliefert.

(Bild: ESG)

Eine Besonderheit im Rahmen der Anpass-Entwicklungen stellt die Erweiterung der sogenannten „Sicherheitskritischen Kette“ um weitere Funktionalitäten dar, die mit einer militärischen Zulassung abgeschlossen wird. Die Sicherheitskritische Kette stellt sicher, dass das Fluggerät einen vorgesehenen Einsatzbereich nicht verlassen kann.

Die ESG übernimmt im Projekt AImEG industrieseitig die Gesamtverantwortung als Generalunternehmer und systembetreuende Firma. Die Gesamtleistung wird in partnerschaftlicher und zielorientierter Zusammenarbeit der drei weiteren hochengagierten Industriepartner der ESG erbracht: der Firma UMS Skeldar AB als Hersteller und Lieferant des Fluggerätes, der Firma NVL B.V. & Co. KG (ehemals Firma Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG) als Hersteller der Korvette und UAS-Integrator sowie der Firma CUONICS GmbH als Luftfahrt-Elektronikteile-Entwickler und -hersteller.

Pressemitteilung

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