Kommerzialisierung der Schweizer Militärmarken

29/03/2022

Die armasuisse hat die Firma swiss brands AG als neue Lizenznehmerin für die beiden Marken «Swiss Military» und «Swiss Air Force» unter Vertrag genommen. Die Firma verfügt über Erfahrungen in der Nutzung von Militärmarken. Die Einnahmen aus den Lizenzgebühren fließen in die Bundeskasse. Damit setzt armasuisse die auch vom Parlament geforderte Kommerzialisierung der Militärmarken weiter um.

Die Gründer und Gesellschafter der Firma swiss brands AG mit Sitz in Baar, ZG, verfügen über Erfahrungen im Militärmarkengeschäft. Der Lizenzvertrag, den die Firma mit armasuisse abgeschlossen hat, umfasst verschiedene Warenkategorien wie zum Beispiel Kosmetika, Schokolade, Strick- und Webwaren und Trinkflaschen.

Das “Schweizer Taschenmesser” von der Firma Victorinox ist wohl der bekannteste Vertreter. (Foto: Victorinox)

Stärkung des Militärmarkenprofils

swiss brands AG ist beauftragt, Regeln für die Benutzung der genannten Marken zu entwerfen, welche es armasuisse ermöglichen werden, das Profil dieser Militärmarken zu schärfen und gezielt auf die durch die verschiedenen Marken anzusprechenden Abnehmerkreise auszurichten. Der Lizenzvertrag sieht zudem vor, dass die Lizenz nach Ablauf einer gewissen Marktaufbaufrist für nicht bewirtschaftete Warenkategorien verfällt und auf eine noch zu kreierende Marke für Premiumprodukte erweitert werden kann.

Wie alle armasuisse-Lizenznehmenden hat sich die Firma swiss brands AG ausdrücklich zur Einhaltung der Swissness-Gesetzgebung verpflichtet. armasuisse arbeitet in diesem Zusammenhang mit dem Institut für Geistiges Eigentum (IGE) zusammen.

Breitling bringt immer wieder Uhren mit den Logo der Schweizer Luftwaffe heraus, hier die Breitling Avenger Swiss Air Force Team Limited Edition. (Foto: Breitling)

Lizenzgebühren für die Bundeskasse

Die Einnahmen aus den Lizenzgebühren fließen in die Bundeskasse. Mit dem neuen Lizenzvertrag kann armasuisse die auch vom Parlament geforderte Kommerzialisierung der Militärmarken weiter umsetzen. In der Motion 12.3667 aus dem Jahr 2012 wurde der Bundesrat aufgefordert, die Militärmarken besser zu schützen, gegenüber unberechtigten Dritten durchzusetzen und zu lizenzieren. Zuvor hatten verschiedene Firmen die Marken ohne Abgabe von Lizenzgebühren an die Eidgenossenschaft genutzt.

Seither hat armasuisse verschiedene Verträge in diesem Sinne abgeschlossen. Dazu gehören im Uhrensektor die Firmen Chrono AG, Hanowa AG («Swiss Military») und Breitling («Patrouille Suisse»). Mit der Firma Victorinox besteht betreffend die Marke «Swiss Army» ein langjähriger Exklusivvertrag.

Pressemitteilung

Ähnliche Artikel

Premiere: NATO 6T Li-Ion-Akku nach MIL-PRF-32565C

Premiere: NATO 6T Li-Ion-Akku nach MIL-PRF-32565C

Das Team von Epsilor wird auf der Eurosatory 2022 in Paris einen neuen NATO 6T Li-Ion-Akku (ELP-02426-M LFP 6T) in einem Metallgehäuse vorstellen. Dieser wird damit die Sicherheitsanforderungen von MIL-PRF-32565C (die Leistungsspezifikation der U.S. Army) erfüllen....

35. AFCEA Fachausstellung mit neuen Rekorden

35. AFCEA Fachausstellung mit neuen Rekorden

Erstmals haben mehr als 200 Aussteller an der AFCEA Fachausstellung teilgenommen. Die IT-Messe für Bundeswehr und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben fand am 11. und 12. Mai statt. „Das ist die größte Fachausstellung, die wir je hatten“, sagte Brigadegeneral Armin...

Neuheiten: Peli’s mobiles 30″-Rackmount-Gehäuse

Neuheiten: Peli’s mobiles 30″-Rackmount-Gehäuse

Peli Products wird auf der Eurosatory sein breites Angebot an mobilen Militärlösungen sowie seine neuen 30"-Rackmount-Koffer vorstellen. Die stoßfesten Rackgehäuse von Peli sind extrem robust und bieten einen hervorragenden Schutz gegen wiederholte Stürze, Stöße und...

$( document ).ready(function() { $('input.et_pb_searchsubmit').val('Suche'); });