Großauftrag aus Ungarn: Rheinmetall liefert Munition

30/03/2022

Die Versorgung mit moderner Munition gilt als eines der Standbeine für die Landes- und Bündnisverteidigung. Das ungarische Verteidigungsministerium hat Rheinmetall mit der Lieferung eines umfangreichen Munitionspakets im Wert von mehreren hundert MioEUR netto beauftragt. Der Auftrag sieht die Lieferung von Munition für Schützenpanzer, Kampfpanzer, Artillerie und TäuschkörperSystemen vor. Die Auslieferungen sollen 2023 beginnen, der Auftrag soll bis 2031 erfüllt sein. Der überwiegende Teil der Munition wird in Ungarn gefertigt werden.

Das Paket umfasst 30 mm x 173-Munition in drei Produktvarianten, 120 mm-Panzermunition, 155 mm-Artillerie-Geschosse einschließlich Treibladungen und Zündern. Dazu kommen 40mm- und 76mm-Täuschkörper für die Nebelsysteme Rosy und Maske und Patronen in den Kalibern 12,7 mm und 7,62 mm.

Die Beschaffung des umfangreichen Munitionspakets stellt einen weiteren wichtigen Schritt des NATO- und EU-Partners Ungarn bei der Modernisierung seiner Streitkräfte dar. Auch die Interoperabilität mit anderen Partnerstreitkräften wird durch die moderne Munition gestärkt.

„Wir fühlen uns äußerst geehrt, dass Ungarn uns bei der Modernisierung seiner Streitkräfte erneut vertraut“, so Rheinmetall-Vorstandsvorsitzender Armin Papperger. „Auf die intensive Zusammenarbeit mit unserem Kunden in einem weiteren Schlüsselgebiet militärischer Fähigkeiten freuen wir uns sehr.“

155 mm Artillerie-Munition von Rheinmetall. (Foto: Rheinmetall)

Rheinmetall wird mit diesem Auftrag zu einer wesentlichen Stütze für die Munitionsversorgung der ungarischen Streitkräfte. Das Unternehmen liefert somit die Munition für die drei Hauptkampfsysteme des ungarischen Heeres, den Kampfpanzer Leopard 2A7+, die Panzerhaubitze 2000 und den Schützenpanzer Lynx. Ungarn hatte eine umfangreiche Modernisierung seiner Armee auf den Weg gebracht, beispielsweise durch die 2020 erfolgte Beschaffung von 218 Lynx Schützenpanzern aus dem Hause Rheinmetall. Sie lösen bei den Streitkräften Fahrzeuge älterer sowjetischer Bauart ab.

Rheinmetall will das Kundenland künftig als Heimatmarkt mit inländischer Fertigung bedienen. So entsteht im west-ungarischen Zalaegerszeg derzeit eine der modernsten Militärfahrzeug-Produktionsstätten Europas, wo Rheinmetall im Jahr 2023 den ersten Lynx ungarischer Bauart vom Band rollen lassen will.

Der Auftrag unterstreicht auch Rheinmetalls Rolle als einer der wichtigsten Munitionshersteller für europäische und NATO-Streitkräfte. Das Portfolio reicht von Infanterie-Wirkmitteln über Mittelkaliber- und Kampfpanzermunition bis hin zu Mörser- und Artilleriegranaten sowie Treibladungen und Täuschkörpersystemen.

Pressemitteilung

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