Boeing schließt CDR für geschützten USSF-Satcom-Prototyp ab

31/03/2022

Das Space Systems Command der U.S. Space Force (USSF) und Boeing haben den Abschluss der kritischen Entwurfsprüfung (Critical Design Review (CDR)) für ihren Protected Tactical Satcom Prototype (PTS-P) bekannt gegeben.

Das PTS-P-Programm wird einen On-Board-Prozessor für die störungsresistente Protected Tactical Waveform des U.S. Militärs enthalten. Betreiber, die über die erforderlichen Empfangsgeräte im Einsatz verfügen, werden laut Boeing von einem Netzwerk-Routing profitieren, das die derzeitigen Anforderungen übertrifft, wobei auch eine Fähigkeit verbaut ist, die die Kommunikation noch weniger anfällig für Störungen macht. Auch wird der Hub eine neue geschützte taktische Wellenform beherbergen. Die Entwicklung des neuen, globalen, bodengestützten taktischen Kommunikationssystems soll vor allem auch den neuesten Bedrohungen durch elektronische Kriegsführung und Satellitenstörung standhalten.

Der Prototyp des Bodensystems besteht aus einem Missionsmanagementsystem (MMS), einem Schlüsselverwaltungssystem (KMS) und einem Netzwerk gemeinsamer Knotenpunkte, die die geschützte taktische Wellenformen (PTWs) auf der Grundlage von Satellitenkommunikation (Satcom) über globale Breitband-Satcom-Gateways (WGS) ermöglicht. In den Dokumenten des USSF heißt es dazu: „PTS wird eine Anti-Störungs-Kommunikationsfähigkeit über PTW und WGS für taktische Nutzer in allen Diensten sowie für Verbündete und Partnernationen ermöglichen.“

Der Abschluss des CDR folgt nach Angaben des Unternehmens durch mehrere Fähigkeitsdemonstrationen und Entwurfsprüfungen, einschließlich der Validierung der Interoperabilität mit den von den US-Streitkräften zur Verfügung gestellten Hardware- und Software-Komponenten des geschützten taktischen Satellitenkommunikationssystems. Die Boeing-Tochter Millennium Space Systems hat ihre Rapid-Prototyping- und Demonstrationsfähigkeiten in das Programm eingebracht.

Als nächster Schritt wird nun die Integration der Nutzlast in den Satelliten erfolgen. Die damit verbundenen Tests sollen 2023 beginnen, mit einem Satellitenstart in 2024. Damit soll die Initial Operational Capability (IOC; erste Betriebsfähigkeit) im indopazifischen Raum erreicht werden. Sobald IOC erreicht ist, werden sich alle dienstlichen Plattformen wie das Wideband Anti-Jam Modem System der U.S. Navy, das gemeinsame Anti-Jam Modem (A3M) der U.S. Army und der U.S. Air Force sowie andere geschützte Satcom-basierte Plattformen werden sich auf die PTS-Fähigkeit verlassen, ebenso wie auf ihre PTW-Bodeninfrastruktur im indopazifischen Raum. Durch Erreichung von FOC (Full Operational Capability) soll PTS einen weltweiten PTW-Betrieb mit allen WGS-Satelliten ermöglichen.

(USMC/LCpl Mackenzie Binion, via Boeing)

Pressemitteilung

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