Digital Lifecycle Plating: Neue Ära in der Handgalvanik

13/04/2022

Der Galvanik-Spezialist JentnerGroup hat sich nach eigenen Angaben mit vielfachen Innovationen in zukunftsweisenden Bereichen wie Digitalisierung, KI (Künstliche Intelligenz) und Business Analytics als führender Anbieter und technologischer Vorreiter im High-End-Segment positioniert. Daran knüpft das in Pforzheim ansässige Unternehmen jetzt mit einem branchenweit einzigartigen Angebot insbesondere für Zielgruppen aus dem Hochtechnologiebereich wie etwa Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt oder Verteidigung an. Dabei geht es unter der Bezeichnung „Digital Lifecycle Plating“ darum, gemeinsam mit den Auftraggebern eine unternehmensübergreifende digitale Produktionsakte aufzubauen und zu führen. Hierin kann über den kompletten Lebenszyklus der Werkstücke und aller individuellen Parameter bis ins kleinste Detail dokumentiert und bei Bedarf ausgelesen und analysiert werden. Dies eröffnet eine transparente Nachverfolgung sämtlicher qualitätsrelevanten Parameter entlang der kompletten Wertschöpfungskette – von den originären Produkteigenschaften im Anlieferungszustand über die Lagerungs- und Transportbedingungen sowie die Produktstatus der einzelnen Veredelungs-schritte bis hin zu den Auslieferungs- und Übergabebedingungen. Auftraggeber und Galvaniseur können auf die Daten der durchgängig geführten digitalen Produktionsakten unter anderem zur eigenen Prozessoptimierung und Qualitätssicherung zurückgreifen.

Im Spätjahr 2022 startet am Standort Pforzheim der Echtbetrieb einer neuen hochmodernen Handgalvanik. Dies stellt ein ideales Einstiegsfenster für Neukunden dar, ihre individuellen Anforderungen bereits zur Stunde Null in die Produktionslinien einzubringen. Die Rüstzeit, um die Prozess- und Umgebungs-daten zu sammeln und eine gemeinsame Plattform aufzubauen, erfordert einen halbjährigen Vorlauf.

Die JentnerGroup lädt alle Interessenten zur individuellen Betriebsführung und Präsentation des Digital-Lifecycle-Plating-Systems ein.

Hier geht es zu einem Filmbeitrag über den CoBot-Arbeitsplatz bei der JentnerGroup:

Teilen von Daten schafft Mehrwerte

Eine digitale Produktionsakte über den gesamten Lebenszyklus der Werkstücke hinweg und ohne Unternehmensgrenzen zu führen, eröffnet vielfache Vorteile für alle Beteiligten. So kann etwa bei von vornherein festgestellten Qualitäts-defiziten der Rohartikel über die vom Auftraggeber bereitgestellten Parameter ein Rückschluss auf mögliche Gründe gezogen und für Abhilfe gesorgt werden. Aus der detaillierten Vorgeschichte der Werkstücke mit Produktparametern, Lagerungs- und Transportbedingungen ist zudem eine noch spezifischere galvanische Veredelung möglich. Weil die JentnerGroup in ihrem weitestgehend digitalisierten Galvanikverfahren bei der Warengestellbestückung und -entnahme CoBot (Kollaborierende Roboter) und Kamerasysteme einsetzt, ist darüber hinaus sogar bei loser Anlieferung von Werkstücken eine positionsdokumentierte Prozessverfolgung bis zur Auslieferung möglich. Dabei werden in der digitalen Produktionsakte sämtliche Veredelungsschritte mit umfassendem Datenmaterial abgelegt.

Parallel zum materiellen Objekt entsteht ein Digitaler Zwilling als virtuelles Abbild der Galvanikprozesse und Elektrolyte; dieser wächst mit der Anzahl an Produktionsprozessen. Auf diese Weise können einerseits alle Bearbeitungs-vorgänge bis hin zum einzelnen Werkstück und Prozess jederzeit zurückverfolgt und andererseits ein Predictive Maintenance sowie Health Monitoring der Elektrolyte durchgeführt werden. Hierüber lassen sich zielgenaue Nachregulierungen im laufenden Prozess genauso realisieren wie eine granulare Qualitätssicherung für Anwendungen im Hochsicherheitsbereich.

Zur Umsetzung der bei der JentnerGroup unter der Bezeichnung Digital Lifecycle Plating implementierten digitalen Produktionsakte kommt modernste Technologie zum Einsatz. Zu den Enabling-Technologien zählen neben CoBot zur eindeutigen Identifizierung der Werkstücke über den ganzen Prozess hinweg auch mathematische Methoden der Fertigungsoptimierung und die Bildauswertung über KI-Verfahren des maschinellen Lernens.

„Daten zu sammeln ist einfach. Diese jedoch effizient auszuwerten und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, erfordert ein hohes Maß an Interoperabilität und assistierenden Systemen”, erklärt in diesem Kontext Prof. Dr.-Ing. Mike Barth von der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim.

„Jetzt aufspringen und von unseren digitalen Prozessen profitieren: Wir bieten Unternehmen aus Hochtechnologie-Segmenten, die wie wir selbst die Philosophie von Datenoffenheit und Kollaboration leben, eine richtungs-weisende Partnerschaft an“, erklärt Marcel Scheidig, Head of Technology bei der JentnerGroup. „Wir freuen uns darauf, unser Digital Lifecycle Plating mit der jederzeit nachvollziehbaren Steuerung, Überwachung und Kontrolle auf Ebene von Prozessen und Werkstücken nicht nur auf dem Reißbrett, sondern gern auch vor Ort zu präsentieren. Wir zeigen an unserem Standort live und in Farbe, was dahintersteht und welche völlig neuen Möglichkeiten sich daraus eröffnen.“

Pressemitteilung

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