Kundenspezifische Anwendungen – kundengerechte Lösungen

28/04/2022

Im Interview mit Thomas Neuburger – Application Manager und Stefan Seibuchner – Design Engineer bei ODU GmbH & Co. KG

Für viele Kunden sind Standardlösungen bei Steckverbindungen keine Alternative. Nicht alle Produkte sind im Regelsortiment enthalten und in Katalogen gelistet. Spezifische Projektanforderungen erfordern kundenspezifische Lösungen. Häufig sind zu Beginn des Produktentwicklungsprozesses oder eines konkreten Projekts nicht alle Parameter definiert. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Kunden und Lieferanten ist gefordert, um das Ziel einer hohen Kundenzufriedenheit umzusetzen. ODU ermöglicht dies durch individuelle Lösungen und einen offenen Austausch. 

Das Bild zeigt von links nach rechts Thomas Neuburger – Application Manager und Stefan Seibuchner – Design Engineer bei ODU GmbH & Co. KG. (Bild: ODU)

Wie ist das Vorgehen beim ersten Gespräch mit dem Kunden?

Thomas Neuburger: Optimalerweise haben wir für das Erstgespräch mit dem Kunden vorab bereits die Basis- Informationen rund um die Anforderungen an Steckverbindungen erhalten. Das ermöglicht uns für den Erstkontakt ein Grobkonzept zu erstellen. Oft ist es hilfreich auf Basis einer vorhandenen Steckverbindung, mögliche Lösungsansätze zu diskutieren. Die Ideenfindung und Konzepterstellung wird in interdisziplinärer Zusammenarbeit umgesetzt. Hier arbeiten Product Design Center und Application Center Hand in Hand.

Ist es für alle Kunden möglich eine maßgeschneiderte kundenspezifische Lösung zu generieren?

Stefan Seibuchner: Aufgrund unserer Fertigungstiefe und Erfahrung versuchen wir für alle Kunden die bestmögliche Lösung zu entwickeln. Allerdings müssen die Kundenwünsche und die technische Machbarkeit in Einklang gebracht werden. Das stellt uns oft vor Herausforderungen. Daher versuchen wir direkt mit den Projektbeteiligten und Technikern unserer Kunden zusammen zu arbeiten. Dabei werden Möglichkeiten und Wünsche konkret mit den Betroffenen diskutiert und gemeinsame Umsetzungsmöglichkeiten erarbeitet.

Welche Voraussetzungen müssen vorliegen?

Thomas Neuburger: Mal abgesehen von der technischen Machbarkeit, muss das Projekt auf beiden Seiten erfolgsversprechend sein. Wir werden unsere Kunden nicht zufrieden stellen, wenn wir viel Arbeit in eine extrem angepasste Lösung stecken – das Kosten-Nutzen-Verhältnis muss natürlich aufrecht erhalten bleiben. Eine kleine Stückzahl zu einem sehr hohen Preis ist nicht zielführend.

Was sind die größten Herausforderungen bei kundenspezifischen Lösungen?

Stefan Seibuchner: Unsere Kunden und auch wir selbst bewegen uns in einem sehr dynamischen Markt. Technische Veränderungen, neue Auflagen, kürzere Produktlebenszyklen und vermehrter Wettbewerb sind nur einige Attribute. Es ist notwendig, in möglichst kurzer Zeit passende und technisch realisierbare Lösung zu entwickeln. Obendrein muss diese Lösung auch aus ökonomischen Gesichtspunkten attraktiv sein. Es gilt, die unterschiedlichen Ziele in Einklang zu bringen – was nicht immer einfach umsetzbar ist.

Wir haben vorher von der technischen Machbarkeit gesprochen – was ist zu beachten?

Stefan Seibuchner: Besonders bei komplexen Anfragen kann die technische Machbarkeit nicht immer von Beginn an bestätigt werden. In diesen Fällen versuchen wir, neben der theoretischen Betrachtung, bereits frühzeitig mit ersten Funktionsmustern kritische Teilfunktionen zu validieren. Hierfür können wir schnell und unkompliziert auf unseren Musterbau und zum Beispiel den 3D-Druck zurückgreifen. Dadurch können wir auf Komplikationen hinweisen und entsprechend reagieren.

Sie haben ein Application Center als Schnittstelle? Warum ist diese Schnittstelle so wichtig?

Thomas Neuburger: Das Application Center ist der Ansprechpartner für die technische Kundenberatung. Wir prüfen im ersten Schritt, ob es bereits eine bestehende Lösung aus unserem Sondersteckverbindungs-Portfolio gibt oder ob ein sinnvoller Business Case für eine kundenspezifische Lösung vorliegt. Wenn wir uns für eine kundenspezifische Lösung entscheiden, definieren wir ein Projekt bei dem der Application Manager als Projektleiter fungiert.

In wie weit sind die Einbeziehung des Kunden und das partnerschaftliche Erarbeiten wichtig?

Thomas Neuburger: Es geht nicht ohne, Projekte werden immer nur gemeinsam gewonnen oder verloren. Jedes einzelne Rädchen im Prozess und jeder Beteiligte im Projekt ist ausschlaggebend für den gemeinsamen Erfolg. Es gibt auch kein wichtiger oder weniger wichtig. Wir haben alle ein gemeinsames Ziel und darauf arbeiten wir hin. Es können sich kundenseitig Veränderungen oder Problemstellungen ergeben, je besser die Zusammenarbeit läuft, desto leichter lassen sich Lösungen und Anpassungen finden.

Was macht ODU hierbei aus?

Stefan Seibuchner: Die hohe Fertigungstiefe zeichnet uns aus. Dadurch reduzieren sich die Anzahl der Unterlieferanten und folglich auch die Durchlaufzeiten. Der direkte Kontakt mit dem Kunden, insbesondere in der technischen Lösungsfindung, ermöglicht uns ein besseres Verständnis und konkretisiert die Anforderungen. Das breite Portfolio an unterschiedlichen Steckverbindungen, der damit einhergehenden Erfahrung und der Möglichkeit, flexibel zwischen unterschiedlichen Lösungswegen zu wählen, ist wofür ODU steht.

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