Joint Venture zwischen dem Technologiekonzern Rheinmetall und Deutschlands größtem Biometrieunternehmen DERMALOG

24/05/2022

Der Technologiekonzern Rheinmetall AG und Deutschlands größtes Biometrie-unternehmen, DERMALOG Identification Systems GmbH, haben die Gründung eines Joint Ventures vertraglich vereinbart. Das neue Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall Dermalog SensorTec GmbH soll im Frühsommer 2022 seine operative Tätigkeit aufnehmen. In der Partnerschaft wird Rheinmetall 65% und das Partnerunternehmen DERMALOG 35% der Anteile vertreten. Die Firmengründung steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung.

Strategisches Ziel der Kooperation ist die Integration von Biometrietechnologie, KI-Software und Digitalisierungslösungen in drei unterschiedlichen Bereichen: im Automotive-Fahrzeuginterior (Driver Monitoring), im Sicherheitsbereich und im Industrieumfeld. Dem Rheinmetall-Konzern gelingt mit diesem Joint-Venture damit ein wichtiger Schritt bei der Transformation zur Digitalisierungstechnik und der Erweiterung des Produktportfolios auf den Bereich des Automotive-Interiors.

Im Rahmen des Joint Ventures erhöht der Düsseldorfer Technologiekonzern seine zukunftsorientierte Diversifizierung durch Anwendungen der Biometrie im Sicherheitsbereich und im Umfeld der Industrie. Zusätzlich gelingt es hiermit, weitere Digitalisierungs- und Softwarekompetenzen aufzubauen. Insgesamt werden fünf von Rheinmetall ausgewiesene strategische Technologiecluster – Automatisierung, Sensorik, Digitalisierung, alternative Mobilität und künstliche Intelligenz – durch die Zusammenarbeit weiter gestärkt.

„Die Gründung des Joint Ventures ist ein wichtiger Fortschritt im Rahmen unserer Transformationsstrategie, der es uns zukünftig erlaubt, den Kunden im automobilen und industriellen Sektor Spitzentechnologie in den Bereichen Monitoring, Authentifizierung und Sicherheit anzubieten“, so René Gansauge, CEO Division Sensors and Actuators.

Im Rahmen der Kooperation fusioniert die hausinterne Radartechnologie, welche für Interior-Monitoring genutzt wird, mit den Software-, Kamera- und Fingerprinttechnologien der Dermalog. Industrielle Anwendungen sind zudem im Rahmen eines Firmenzugangssystems bereits für einen konzerneigenen Standort geplant.

Angesiedelt werden die Aktivitäten des Mehrheits-Joint Ventures künftig bei der Rheinmetall-Division Sensors and Actuators, welche die Elektrifizierungsstrategie des Konzerns vorantreibt und Weiterentwicklungen für den Beyond-Automotive- und industriellen Bereich umsetzt.

DERMALOG Identification Systems GmbH

Der Kooperationspartner mit Sitz in Hamburg ist ein Pionier in der Entwicklung biometrischer Produkte und Lösungen und seit über 25 Jahren am Markt aktiv. In dieser Zeit hat sich das Unternehmen zum größten Hersteller biometrischer Geräte und Systeme in Deutschland entwickelt und ist heute Innovationsführer im Bereich der Biometrie. Biometrische Best-in-Class-Technologien mit hoher Geschwindigkeit, Präzision und Zuverlässigkeit sind die Stärken des Unternehmens. Auszeichnungen wie der German Innovation Award in Gold aus dem Jahr 2021 reihen sich ein in eine Vielzahl nationaler und internationaler Preise in verschiedenen Kategorien.

„Das Joint Venture mit der Rheinmetall AG bringt die Biometrie in den Bereich automobiler Anwendungen. Insbesondere das Driver Monitoring wird dabei helfen, Unfälle durch Unaufmerksamkeiten zu vermeiden“, so Günther Mull, Gründer und Geschäftsführer der DERMALOG Identification Systems GmbH in Hamburg über das Joint Venture mit dem Technologiekonzern Rheinmetall.

Seit Bestehen hat das Unternehmen weltweit hochkarätige Ausschreibungen gewonnen und internationale Großprojekte durchgeführt. Insgesamt erhielt das Unternehmen bis heute 65 internationale Preise für seine Spitzenleistungen im Bereich der Biometrie, wie z.B. den German Innovation Award Gold 2021 für seine biometrischen Kameras und den LivDet 2021 für seine Technik zur Lebenderkennung, mittels derer unterschieden werden kann, ob ein echter oder ein falscher Finger auf einen Scanner zur Identifikation gelegt wird. Darüber hinaus konnte die Bundesdruckerei nach einer vorausgegangenen, langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit mit einer Beteiligung in Höhe von 22,43% als starker Partner mit langjähriger Erfahrung gewonnen werden.

Zum Unternehmensportfolio gehören automatisierte biometrische Identifizierungssysteme (ABIS) und automatisierte Fingerabdruck-Identifizierungssysteme (AFIS), neueste Fingerabdruck-Scanner, biometrische Grenzkontrollsysteme, Ausweise, Reisepässe und Wahlsysteme. Der Adressaten- und Anwendungskreis ist komplex und umfasst Strafverfolgungsbehörden, zivile Einrichtungen wie Melde- und Wahlbehörden, Kfz-Zulassungsstellen, sowie Gesundheits- oder Sicherheitsunternehmen, Zugangs- und Datensicherheit, Autorisierungs- und Authentifizierungsservices, sowie mobile Sicherheit, Regierungsbehörden, sowie öffentliche und private Unternehmen und Banken in aller Welt. Unter anderem werden Lösungen wie „FingerLogin”, „FingerPayment” und „FingerBanking“ angeboten. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Ländern aktiv, zu denen neben Deutschland und Europa auch Asien, Afrika, Lateinamerika und der Nahe Osten zählen.

Pressemitteilung

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