Waldbrände in Deutschland: Einsatz für die Division Schnelle Kräfte

05/08/2022

Wenn ein Waldbrand außer Kontrolle gerät und die Kräfte der Feuerwehr nicht mehr reichen, bringen sie Hilfe in der Not: Die Hubschrauber der Division Schnelle Kräfte. Seit dem 26. Juli bekämpfen sie die Flammen mit über 1,8 Millionen Liter Löschwasser.

In der Sächsischen Schweiz löscht ein Hubschrauber vom Typ HN90 mit Wasser. (Foto: Bundeswehr/Weinrich)

Die Division Schnelle Kräfte unterstützt seit letzter Woche die Bekämpfung von Waldbränden in ganz Deutschland. Während sich im brandenburgischen Elbe-Elster Kreis die Lage entspannt, setzt sich der Einsatz in Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz fort. Die Division ist dort mit bis zu fünf leichten Transporthubschraubern vom Typ NH90 sowie einem Such- und Rettungshubschrauber vom Typ H145 im Einsatz. Die Transporthubschrauber sind mit so genannten „Bambi Buckets“ ausgerüstet. Diese Löschwasser-Außenlastbehälter haben ein Fassungsvermögen von 2.000 Liter. Der Such- und Rettungshubschrauber liefert unterdessen mit seinem Wärmebildgerät wertvolle Erkenntnisse zu Glutnestern und koordiniert als mobile Führungseinrichtung den Löscheinsatz von bis zu 13 Hubschraubern gleichzeitig.

Im Einsatz: Die Such- und Rettungshubschrauber vom Typ H145 koordinieren den Einsatz mit ihrem Wärmebildgerät. (Foto: Bundeswehr/Weinrich)

„Beeindruckende Einsatzbereitschaft“

Als in der vergangenen Woche der Unterstützungsauftrag zur Löschung der Waldbrände eintraf, befand sich der Kommandeur der Division Schnelle Kräfte, Generalmajor Dirk Faust, gerade zur Dienstaufsicht beim Transporthubschrauberregiment 30 in Niederstetten. Er sagt: „Es war wirklich beeindruckend zu sehen, wie schnell die Techniker die Hubschrauber einsatzbereit und sich die Besatzungen fertig gemacht haben, um die unterschiedlichen Löscheinsätze zu unterstützen.“, berichtet der Kommandeur von seinen Eindrücken vor Ort. Und weiter: „Die Brandbekämpfung läuft bisher den Umständen entsprechend gut. Im Landkreis Elbe-Elster konnten unsere Hubschrauber wieder abrücken und die lokalen Kräfte erledigen die restlichen Glutnester. Im sächsischen Bad Schandau löschen wir weiter.“ Derzeit sei die Division auf einen Einsatz bis zum kommenden Sonntag eingestellt, so Kommandeur Faust.

Nach dem Feuer muss sich die Natur an vielen Stellen neu erholen. (Foto: Bundeswehr/Weinrich)

Kein einfacher Einsatz

Der Einsatz vor Ort gestaltet sich schwierig. Durch die anhaltende Trockenheit haben die Flammen nicht nur leichtes Spiel, weitere Landstriche abzubrennen. Die Elbe als naheliegender Löschwasserspeicher hat derzeit einen sehr niedrigen Pegelstand. Dies führt dazu, dass die mittleren Transporthubschrauber der Luftwaffe, welche ebenfalls den Löscheinsatz unterstützen, mit ihren größeren Löschwasserbehältern dort kein Wasser holen können. „Umso wichtiger ist der Einsatz unserer leichten Transporthubschrauber mit ihren kleineren Löschwasserbehältern, da diese durch kurze Flugstrecken eine hohe Anzahl an Umläufen erreichen.“, erklärt ein Pilot, der derzeit vor Ort ist. Insgesamt kommen die eingesetzten Hubschrauber bisher auf über 300 Flugstunden mit mehr als 900 Umläufen. Trotz dieser hohen Belastung zeigen sich die Beteiligten weiterhin motiviert: „Wenn wir gebraucht werden, sind wir da. Das ist für uns selbstverständlich.“

Mit einem Anflug können die NH90-Hubschrauber des Heeres bis zu 2.000 Liter Löschwasser transportieren. (Foto: Bundeswehr)

Autor: Bundeswehr/Jan Volkmann

Pressemitteilung

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