Größter Auftrag der Firmengeschichte für Rheinmetall

21/06/2024

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat von der Bundeswehr einen Rahmenvertrag erhalten, der die Lieferung von 155mm-Artilleriemunition im Wert von bis zu 8,5 Mrd EUR brutto umfasst. Der Vertrag wurde am 20. Juni 2024 von Annette Lehnigk-Emden, der Präsidentin des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), und Vertretern Rheinmetalls in Koblenz am Sitz des Amtes unterzeichnet.

Dabei wurde ein bereits bestehender Rahmenvertrag in erheblichem Umfang erweitert. Die Bestellung dient vor allem der Aufstockung der bei der Bundeswehr und ihren Verbündeten vorhandenen Lagerbestände sowie auch der Unterstützung der Ukraine bei ihrem Abwehrkampf.

Der Beginn der Lieferungen soll ab Anfang 2025 erfolgen. Abnehmerin wird in erster Linie die Bundesrepublik Deutschland sein, die einen Teil der Lieferungen der Ukraine zur Verfügung stellen wird. Zudem partizipieren auch die Partnerländer Niederlande, Estland und Dänemark an der Bestellung.

Gleichzeitig unter Vertrag genommen wurde ein initialer Abruf aus dem Rahmenvertrag, der die Auslastung des in Deutschland am Standort Unterlüß (Niedersachsen) neu entstehenden Werkes im Hochlauf gewährleistet. Dieser Auftrag umfasst ebenfalls Geschosse des Kalibers 155mm in unterschiedlichen Ausführungen mit einem Auftragswert von rund 880 Mio EUR brutto. Die Auslieferung soll ebenfalls bereits im Jahr 2025 beginnen. Weitere erhöhte Abrufe auch in den kommenden Jahren werden erwartet.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Wir freuen uns über den größten Auftrag unserer jüngeren Firmengeschichte. Dieser großvolumige Rahmenvertrag unterstreicht Rheinmetalls führende Rolle als Munitionsausrüster in Deutschland und unsere Position als weltweit größter Hersteller von Artilleriemunition. Wir sind dankbar für das große Vertrauen, das sich in dieser langfristigen Beauftragung im Rahmen der Sicherheitsvorsorge der Bundesrepublik und ihrer Verbündeten ausdrückt.“

„Die Bundesregierung hält Wort. Dieser Rahmenvertrag sichert die erforderliche Auslastung des neuen Werks, das wir an unserem Standort Unterlüß in Niedersachsen zur Munitionsversorgung unserer Streitkräfte entstehen lassen. Der Bundeskanzler hatte uns dies bei seinem Besuch anlässlich des feierlichen ersten Spatenstichs am 12. Februar 2024 zugesichert“, so Papperger weiter.

Rheinmetall wird im niedersächsischen Unterlüß die komplette Wertschöpfungskette für Artilleriemunition entstehen lassen, um den „Full Shot“ aus einer Hand bieten zu können: das Geschoss, den Zünder, die Sprengladung sowie die Treibladung, die das Geschoss beim Abschuss aus dem Rohr treibt. Vor Ort wird eine jährliche Kapazität von 100.000 Geschossen ab dem zweiten Jahr der Produktion erreicht, später steigt die Kapazität auf 200.000 p.a. an.

(Foto: Rheinmetall)

Pressemitteilung

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