Stefan Nitschke

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Rotorflüger der Zukunft

Airbus Helicopters hat seine Hubschrauberkonzepte der nächsten Generation vorgestellt, die den Anforderungen der Nato-Studie „Next Generation Rotorcraft Capabilities“ (NGRC) entsprechen.

Der in Zusammenarbeit mit Collins Aerospace und Raytheon sowie MBDA entwickelte Vorschlag von Airbus umfasst zwei Konzepte: einen leistungsstarken konventionellen Hubschrauber und ein neuartiges Hochgeschwindigkeits-Verbundhubschrauberkonzept. Damit sollen eine operative Effizienz und eine Flottenkomplementarität für die militärischen Partner hergestellt werden. Modularität und Einfachheit sind Kernprinzipien des NGRC-Vorschlags von Airbus Helicopters. Die Designphilosophie zielt darauf ab, Plattformen zu entwickeln, die einfach herzustellen, zu warten und zu modernisieren sind und dank des modularen offenen Systemarchitekturansatzes langfristige Wirtschaftlichkeit gewährleisten. Die beiden Konzepte werden eng miteinander vernetzt sein und Gemeinsamkeiten in Bezug auf Wartung, Ausbildung, Bewaffnung und Systeme aufweisen.

Airbus Helicopters hat seine Hubschrauberkonzepte der nächsten Generation vorgestellt, um die Anforderungen der Nato-Studie „Next Generation Rotorcraft Capabilities“ (NGRC) zu erfüllen.
Foto: Airbus Helicopters

„Wir wollen sicherstellen, dass Europa eine Plattform anbieten kann, die den Bedürfnissen unserer militärischen Partner hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, operativer Effizienz und maximaler Verfügbarkeit sowohl für konventionelle Hubschrauber als auch für Hochgeschwindigkeits-Drehflügler optimal entspricht. Diese beiden Konzepte bilden die Grundlage für den weiteren Austausch mit unseren militärischen Partnern über ihre Visionen und Bedürfnisse für zukünftige Militäreinsätze“, sagte Bruno Even, CEO von Airbus Helicopters.

„Airbus Helicopters arbeitet aktiv an der Zukunft seiner Militärhubschrauberpalette. Zum einen bereiten wir die Weiterentwicklung unserer bestehenden Produktpalette mit einer kontinuierlichen Verbesserungsstrategie vor. Mit den Block-1- und Block-2-Studien verfügen wir über einen langfristigen Fahrplan für die Weiterentwicklung des NH90“, so der CEO von Airbus Helicopters weiter.

Er ergänzte, dass die beiden Produktlinien – H145M, H160M und H225M – neue Maßstäbe für Militärhubschrauber in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Konnektivität und Wartung setzen. Airbus Helicopters arbeite an der nächsten Generation von Hubschraubersystemen und nutze dabei modulare Multiplattform-Technologien wie Konnektivität, Cybersicherheit, bemannte und unbemannte Zusammenarbeit, domänenübergreifende Zusammenarbeit im Kampf, Überlebensfähigkeit und Reparatur von Gefechtsschäden.

Die NATO Support and Procurement Agency (NSPA) erteilte Airbus Helicopters im Juli 2024 den Auftrag, im Rahmen des NGRC-Projekts eine Konzeptstudie durchzuführen. Die Teilnehmer bündelten ihre Kräfte, um einen mittelgroßen Mehrzweckhubschrauber zu entwerfen, zu entwickeln, auszuliefern und zu betreuen.

Das fortschrittliche Konzept von Airbus basiert auf der umfassenden Erfahrung des Unternehmens mit militärischen Hubschraubern und Hochgeschwindigkeitsflügen, insbesondere mit den Demonstratoren in Verbundkonfiguration, X3 und Racer. Diese Konfiguration garantiert laut Airbus Helicopters nicht nur deutlich höhere Geschwindigkeiten als konventionelle Konstruktionen, sondern erweitert auch den Flugbereich erheblich und bietet einzigartige Möglichkeiten zur schnellen Beschleunigung und Verzögerung sowie für schnelle Steig- und Sinkflüge. Die Vorteile der zusätzlichen Tragflächen und Propeller wurden durch Flugerprobungen von Militärpiloten auf der Racer im Rahmen des europäischen Programms„Next Generation Rotorcraft Technologies“ (ENGRT) bestätigt. Diese umfassenden Flugerprobungsergebnisse, basierend auf dem operativen Feedback von Airbus-Kunden, bilden die Grundlage für die geplante Leistungsfähigkeit der nächsten Generation.

Airbus und Leonardo Anfang dieser Woche die zweite Phase des ENGRT-Projekts gestartet, ein dreijähriges Vorhaben, das von der EU mitfinanziert wird, um wichtige Technologien für zukünftige militärische Senkrechtstart- und -landeplattformen weiterzuentwickeln.

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