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Paul Schwichtenberg

Starkes Ergebnis und Rekordinvestitionen: Rolls-Royce Power Systems AG setzt Wachstumskurs fort

Rolls-Royce Power Systems AG setzt seinen Wachstumskurs mit Nachdruck fort und unterstreicht seine strategische Bedeutung in zentralen Zukunftsmärkten. Getrieben von der starken Nachfrage nach Energieversorgungslösungen für große Rechenzentren sowie einem dynamischen Verteidigungsgeschäft steigerte das Unternehmen 2025 seinen bereinigten Umsatz um 19 Prozent auf 5,72 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite verbesserte sich deutlich von 13,1 auf 17,4 Prozent. Der bereinigte Betriebsgewinn wuchs auf 995 Millionen Euro nach 662 Millionen Euro im Vorjahr. Auch der Auftragseingang entwickelte sich positiv und stieg um 21 Prozent auf 7,14 Milliarden Euro.

Die Zahlen spiegeln die konsequente Umsetzung der strategischen Neuausrichtung wider. In den vergangenen drei Jahren erhöhte das Unternehmen seinen Umsatz um 50 Prozent, verdoppelte die Umsatzrendite und verdreifachte den Gewinn. „Unsere Strategie greift – und das belegen unsere Ergebnisse“, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Jörg Stratmann. Wachstum entstehe durch Kompetenz, Engagement und Innovationskraft der Mitarbeitenden weltweit.

Fünf Wachstumsfelder im Fokus

Im Zentrum der strategischen Ausrichtung stehen fünf Initiativen: Energieerzeugung, Verteidigung, Marine, Batteriespeicher und Service. Besonders dynamisch entwickelte sich 2025 das Geschäft mit Energieversorgungslösungen für Rechenzentren. Im Zuge des globalen KI-Booms wachsen diese Anlagen rasant und benötigen zuverlässige Energie im Bereich von mehreren hundert Megawatt. Die Notstromaggregate der Marke mtu sichern bereits heute einen erheblichen Teil des weltweiten Internetverkehrs ab, stabilisieren Netze und gewährleisten unterbrechungsfreie Stromversorgung.

Auch das Verteidigungsgeschäft verzeichnete starkes Wachstum. Europa baut seine sicherheitsrelevanten Kapazitäten aus, und das Unternehmen ist seit Jahrzehnten Partner zahlreicher Streitkräfte. 2025 erhielt Rolls-Royce Power Systems einen Großauftrag über mehr als 300 Motoren für den Kampfpanzer Leopard 2. Weitere Aufträge für Plattformen wie den Boxer folgten. Parallel dazu legte das Servicegeschäft zu, da militärische Kunden vor allem hohe Verfügbarkeit und langfristige industrielle Unterstützung benötigen.

Rekordinvestitionen in Standorte in Deutschland und den USA

Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, investiert das Unternehmen weltweit einen hohen dreistelligen Millionenbetrag in den Ausbau und die Modernisierung seiner Produktionskapazitäten – so viel wie noch nie.

Am Stammsitz in Friedrichshafen werden Werk 1 und Werk 2 neu aufgestellt. Zusätzlich entsteht ein neues Werk, in dem ab 2028 auch die mtu-Baureihe 4000 montiert wird. Die militärische Fertigung wird durch zusätzliche Prüfstände, neue Sondermaschinen und modernisierte Logistik deutlich erweitert. Auch an weiteren deutschen Standorten wie Magdeburg und Ruhstorf an der Rott wird investiert.

In den USA baut Rolls-Royce Power Systems seinen Standort in Aiken aus und erweitert die Produktionsfläche in Mankato um mehr als 23.000 Quadratmeter.

Foto: MTU

Technologische Meilensteine

Auch technologisch setzte das Unternehmen 2025 wichtige Akzente. Die neue Generation der mtu-Baureihe 4000 absolvierte erfolgreich einen 500-stündigen Prüfstandlauf. Im Marinebereich gelang ein weltweit beachteter Meilenstein: Erstmals lief ein leistungsstarker mtu-Schiffsmotor ausschließlich mit Methanol – stabil und unter realen Bedingungen.

Zudem wurden erstmals Kernbauteile im 3D-Druck gefertigt und erfolgreich in realen Motoren getestet. Hybridantriebe für Marine- und Schienenanwendungen erweitern das Portfolio und ermöglichen leiseren sowie emissionsärmeren Betrieb.

Wachstum schafft Arbeitsplätze

Das Wachstum spiegelt sich auch in der Beschäftigung wider. 2025 stellte das Unternehmen rund 700 neue Mitarbeitende ein. Derzeit absolvieren etwa 300 junge Menschen eine Ausbildung oder ein duales Studium. Mehr als vier Millionen Euro flossen in Weiterbildung. Für 2026 ist die Besetzung von rund 1.000 weiteren Stellen geplant.

Auch die Belegschaft profitiert direkt vom wirtschaftlichen Erfolg: Eine Erfolgsbeteiligung von 2.850 Euro sowie Aktienprogramme stärken die Bindung an das Unternehmen.

Ausblick

Die Nachfrage in den Bereichen Rechenzentren und Verteidigung bleibt hoch. Mit gezielten Investitionen in Fertigung, Technologie und Personal sieht sich Rolls-Royce Power Systems gut positioniert, um die steigenden Anforderungen zuverlässig zu bedienen. „Wir haben eine klare Strategie und können hochskalieren. Wir investieren gezielt in Kapazitäten, Prozesse und Lieferfähigkeit“, betont Stratmann. Die sehr guten Ergebnisse seien vor allem dem Engagement und der Expertise der Teams weltweit zu verdanken.

Rolls-Royce Power Systems CEO Dr. Jörg Stratmann Foto: MTU
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