Die Unterwasserdrohne Greyshark ist in ihrer Form bewusst einem Pinguin nachempfunden.
Abgebildet ist eine Version auf der XPONENTIAL Europe in Düsseldorf im Februar 2025 am
Stand von EUROATLAS. (Quelle: Lutz Krieg / Moench Publishing Group)
Die fortschreitende Entwicklung autonomer Systeme revolutioniert nicht nur den Luft- und Landkampf, sondern zunehmend auch den Unterwasserbereich. Die Unterwasserdrohne Greyshark bietet eine neue Dimension der maritimen Sicherheit und Aufklärung und wird als leistungsstarkes, autonomes Unterwasserfahrzeug (AUV) für militärische und sicherheitskritische Anwendungen konzipiert.
Technologische Merkmale und Leistungsfähigkeit
Greyshark ist darauf ausgelegt, vielseitige maritime Operationen durchzuführen, darunter die Überwachung kritischer Unterwasserinfrastrukturen, Minenabwehr und strategische Aufklärung. Mit einer Reichweite von bis zu 1.100 Seemeilen (ca. 2.000 km) und einer maximalen Tauchtiefe von 650 Metern (zukünftige Versionen bis 4.000 Meter) ermöglicht es die Durchführung ausgedehnter Missionen ohne direkten menschlichen Eingriff.
Die Drohne verfügt über ein hochpräzises Navigationssystem und kann sowohl eigenständig als auch ferngesteuert operieren. Durch den Einsatz von Sonar-, Radar- und optischen Sensoren bietet sie eine detaillierte Echtzeiterfassung des Unterwasserraums und kann potenzielle Bedrohungen frühzeitig identifizieren.
Schwarmfähigkeit und vernetzte Operationen
Ein herausragendes Merkmal der Greyshark ist ihre Schwarmfähigkeit. Mehrere Einheiten können synchronisiert arbeiten, um großflächige Überwachungsmissionen durchzuführen oder komplexe Operationen gemeinsam zu bewältigen. Die Kommunikationsreichweite zwischen den Drohnen beträgt bis zu 2,1 Kilometer.
Zusätzlich kann Greyshark mittels eines aufsetzbaren Periskops eine Satellitenverbindung herstellen, um Lagebilder in Echtzeit zu übermitteln oder Befehle von der Einsatzzentrale zu empfangen.
Modulare Sensorik und Anpassungsfähigkeit
Greyshark ist mit einer Vielzahl von Sensoren und Modulen ausgestattet, die für unterschiedliche Szenarien konfiguriert werden können. Dazu gehören:
- Sonarsysteme zur Minendetektion und Unterwassererkundung,
- Optische Sensoren zur Identifikation unbekannter Objekte,
- Akustische Sensorik zur Unterwasserkommunikation,
- Zusätzliche Nutzlasten, die an spezifische Einsatzerfordernisse angepasst werden können.
Dank dieses modularen Ansatzes kann Greyshark sowohl für militärische als auch zivile Anwendungen wie den Schutz von Offshore-Infrastrukturen oder die Tiefseeerkundung genutzt werden.
Einsatzpotenzial und Zukunftsperspektiven
Greyshark wurde gezielt entwickelt, um die maritime Sicherheitsarchitektur zu erweitern. Durch die Kombination aus Autonomie, Schwarmfähigkeit und leistungsstarker Sensorik eignet sie sich für:
- U-Boot-Abwehr (ASW) und verdeckte Aufklärungsoperationen,
- Minenabwehr und Unterwasser-Explosivstoffdetektion,
- Überwachung und Schutz kritischer Infrastruktur (Pipelines, Unterseekabel, Offshore-Anlagen),
- Aufklärung und Navigation in schwer zugänglichen Unterwassergebieten.
Fazit
Mit der Greyshark setzt die maritime Verteidigungsindustrie einen neuen Standard in der Unterwasseraufklärung und -sicherheit. Ihre modularen Einsatzmöglichkeiten, hohe Reichweite und autonome Steuerung machen sie zu einem vielseitigen Werkzeug für moderne Streitkräfte und Sicherheitsbehörden. In einer Zeit wachsender Bedrohungen im maritimen Raum bietet die Greyshark eine effektive Lösung zur Wahrung der Sicherheit und Souveränität unter Wasser.