Auf der EnforceTac in Nürnberg präsentiert Rheinmetall erstmals in Deutschland mit dem Fuchs JAGM seinen Raketenjagdpanzer der nächsten Generation gegen Boden- und Luftziele.
Rheinmetall und Lockheed Martin haben gemeinsam einen neuen Raketenjagdpanzer gegen Boden- und Luftziele entwickelt. Der hochbewegliche Raketenjagdpanzer zur Bekämpfung vielfältiger Bedrohungen am Boden und in der Luft ist laut Rheinmetall eine Weltneuheit im Bereich der gepanzerten Gefechtsfahrzeuge. Mit dem Transportpanzer Fuchs und den Flugkörpern JAGM sowie Hellfire setzen die beiden Unternehmen auf eingeführte und einsatzbewährte Komponenten. Durch Kombination des zuverlässigen Transportpanzers Fuchs mit der Präzision der JGAM- und Hellfire-Lenkflugkörper setze man einen neuen Standard für moderne Lenkflugkörpersysteme auf dem Gefechtsfeld teilt Rheinmetall mit.

Innovationen für sich wandelnde Anforderungen
Der Fuchs JAGM ist das weltweit erste Fahrzeug mit Senkrechtstartanlage (Vertical Launcher) für 24 Lenkflugkörper der Typen AGM-179 Joint Air-to-Ground Missile (JAGM) oder AGM-114L Hellfire Longbow von Lockheed Martin. Der Fuchs JAGM ist somit in der Lage, bis zu 24 Raketen in schneller Folge sowohl gegen Bodenziele als auch gegen Luftziele ohne Nachladen zu verschießen. Ausgestattet mit modernster Sensorik kann der neue Raketenjagdpanzer verschiedenste Bedrohungen auf dem Gefechtsfeld aufklären und bekämpfen. Die AGM-179 JAGM ist eine Multisensor-Rakete, die sowohl zur Bekämpfung von festen und beweglichen Bodenzielen als auch von Luftzielen zum Einsatz kommt. Sie verfügt über einen 9kg schweren Gefechtskopf bestehend aus einer Tandemhohlladung und Splittermantel. Die Reichweite der Rakete beträgt bis zu 16 Kilometer. Mit der AGM-114L Hellfire II steht ein weiterer Lenkflugkörper für den Boden-Boden-Einsatz mit einer Reichweite bis zu acht Kilometern zur Verfügung. Beide Flugkörper sind so genannte Fire-and-Forget-Lenkflugkörper, die nach Abschuss ihre Ziele völlig selbstständig verfolgen können.
Fuchs Evolution als Trägerfahrzeug
Als Trägerfahrzeug dient mit dem Fuchs Evolution die neueste Version des einsatzbewährten 6×6-Transportpanzers Fuchs. Der Fuchs Evolution zeichnet sich durch einen verbesserten Antriebsstrang sowie ABS und eine zentrale Reifendruckregelanlage (CTIS) aus, was ihm einen Zuwachs an Mobilität und Agilität verleiht. Das Fahrgestell ist nunmehr auch für höhere Nutzlasten ausgelegt. Hoher ballistischer Schutz und modernisierte ABC-Schutzbelüftung gewährleisten ein hohes Schutzniveau für die Fahrzeugbesatzung. Eine digitalisierte Fahrzeugarchitektur gemäß NGVA (NATO Generic Vehicle Architecture) sowie ein modernes digitales Bordnetzsystem zählen zu den weiteren Fahrzeugverbesserungen.

Foto: Carsten Vennemann