Am 26. Februar 2026 haben die Nacionālie bruņotie spēki (Nationale Streitkräfte Lettlands) unter Gefechtsplatzbedingungen erfolgreich das Fernminensystem „Skorpion 2“ erprobt. Ziel der Tests war es, die Fähigkeiten zur Panzerabwehr weiterzuentwickeln und die nationale Abschreckungsfähigkeit zu stärken.
Die mobilen Systeme ermöglichen es, kurzfristig und flexibel Panzerabwehrminenfelder aus der Distanz zu verlegen. Dadurch kann die Bewegungsfreiheit gegnerischer gepanzerter Fahrzeuge wirksam eingeschränkt und deren Vormarsch verzögert werden. Solche Fähigkeiten erhöhen die Verteidigungswirkung und verbessern zugleich die Überlebensfähigkeit eigener Einheiten im Einsatz.
Der Aufbau dieser Fähigkeit erfolgt in Lettland schrittweise. Bereits im Laufe dieses Jahres sollen die ersten Systeme ausgeliefert werden. Damit kann die praktische Ausbildung der Truppe beginnen und die neue Fähigkeit in die operativen Planungen der Streitkräfte integriert werden.
Grundlage ist ein zuvor geschlossener Beschaffungsvertrag zwischen dem lettischen Verteidigungsministerium, dem staatlichen Verteidigungslogistik- und Beschaffungszentrum sowie dem deutschen Unternehmen Dynamit Nobel Defence GmbH. Neben den „Skorpion 2“-Systemen umfasst die Vereinbarung auch die zugehörige Munition – darunter Panzerabwehrminen – sowie weiteres systemrelevantes Zubehör. Einzelne Komponenten sollen künftig in Lettland gefertigt werden, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und die langfristige Einsatzbereitschaft der Systeme sicherzustellen.
Mit der kontinuierlichen Modernisierung ihrer militärischen Fähigkeiten verfolgen die lettischen Streitkräfte das Ziel, die nationale Verteidigung zu stärken und auf unterschiedliche sicherheitspolitische Herausforderungen flexibel reagieren zu können.
