Rheinmetall übernimmt NVL
Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat die Übernahme von NVL, dem militärischen Geschäftsbereich der Unternehmensgruppe Lürssen, erfolgreich abgeschlossen. Nach der Ankündigung im September 2025 und der Unterzeichnung des Kaufvertrags im Oktober 2025 wurden nun sämtliche kartellrechtlichen Genehmigungen für den Erwerb der Naval Vessels Lürssen (NVL B.V. & Co. KG, Bremen-Vegesack) sowie aller Tochtergesellschaften erteilt. Der offizielle Übergang erfolgte zum 1. März 2026. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Mit dieser strategisch bedeutenden Akquisition etabliert Rheinmetall ein deutsches Systemhaus für die Entwicklung und Produktion hochmoderner Marineschiffe, Küstenwachboote sowie autonomer maritimer Überwassersysteme. Damit erweitert das Unternehmen sein Portfolio im maritimen Bereich deutlich und stärkt seine Position als umfassender Anbieter moderner Verteidigungstechnologie in Deutschland und Europa.

Der Vorstandsvorsitzende Armin Papperger erklärte: „Wir freuen uns über den erfolgreichen Abschluss der Transaktion.“ Bereits bei der Bekanntgabe der Übernahmepläne betonte er, dass Rheinmetall künftig zu Lande, zu Wasser, in der Luft und im Weltraum als relevanter Akteur auftreten werde und sich damit zu einem domänenübergreifenden Systemhaus entwickle. Durch die Bündelung der Kompetenzen von Rheinmetall und NVL entstehe ein leistungsstarker Komplettanbieter für hochmoderne Überwasserschiffe. Ziel sei es, gemeinsames Wachstum zu generieren und die Position des Konzerns im maritimen Bereich nachhaltig auszubauen. Zugleich leiste man einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der maritimen Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und der NATO-Partner.
Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage gewinnt die militärische Handlungsfähigkeit auf See zunehmend an Bedeutung. Dem stark wachsenden Bedarf der Seestreitkräfte und den steigenden Verteidigungsbudgets möchte Rheinmetall mit leistungsfähigen, integrierten Systemlösungen begegnen. Diese sollen über eine hochmoderne digitale Infrastruktur verfügen und das gesamte Fähigkeitsspektrum abdecken – von der Plattform über Elektronik und Sensorik bis hin zu Effektoren.