DSIT liefert Anti-Kampfschwimmer system an ein NATO-Land

apf

03/02/2021

Das israelische Unternehmen DSIT Solutions Ltd. (Tochterunternehmen von Rafael Advance Defense Systems) gab am 21. Januar 2021 bekannt, dass es sein PointShield Portable Diver Detection Sonar (PDDS) System an ein NATO-Mitglied geliefert hat. Mit diesem System können Schiffe oder feste Anlagen (Häfen, Bohrinseln, Nuklearanlagen in Wassernähe, Pipelines, etc.) gegen einen Angriff aus dem Wasser, zum Beispiel durch Kampfschwimmer geschützt werden.

Bei PointShield handelt es sich um ein tragbares, vollautomatisches und leistungsstarkes PDDS-System zur Tauchererkennung. DSIT Solutions Ltd. hat sich auf Unterwasserschutz- und Sicherheitslösungen spezialisiert, die auf modernsten Sonar- und Akustik-Technologien basieren.

PointShield System

Das PointShield System ist leicht, kompakt und tragbar, um ein schnelles Aufstellen und Wiederaufnehmen zu ermöglichen. Gleichzeitig ist es robust und kann rauen Gewässern und langfristigem Dauerbetrieb unter Wasser standhalten, wodurch er sich auch für Festinstallationen eignet. Das PointShield PDDS unterstützt den vollautomatischen Betrieb – von der Erkennung über die Verfolgung bis hin zur Klassifizierung und Alarmierung – und macht damit einen gut ausgebildeten Sonarbediener überflüssig. Seine fortschrittlichen Signalverarbeitungsalgorithmen gewährleisten die gewünschte Kombination aus sehr hoher Erkennungswahrscheinlichkeit (Probability of Detection, PD) und sehr niedriger Fehlalarmrate (False Alarm Rate, FAR).

Das System unterstützt die Erkennung aller Arten von Unterwasserbedrohungen, einschließlich Tauchern mit Kreislaufgeräten (Rebreathing), Tauchern mit Pressluftgeräten, unbemannten Unterwasserfahrzeugen (UUVs), Halbtauchern (Semi-Submersible Vehicles (SSVs)), Autonomous Underwater Vehicles (AUVs), Remotely Operated Vehicles (ROVs) sowie allen Arten von Ubooten und Swimmer Delivery Vehicle (SDV). Es bietet eine omnidirektionale (360°) Abdeckung, wodurch eine Sicherheitssphäre entsteht, die das geschützte Objekt von allen Seiten umgibt und die gesamte relevante Wassersäule abdeckt. Der einzige andersweitige Schutz für Schiffe, wäre das dauerhafte „Pingen“. Doch dieses ist in vielen Ländern und vor allem Hafenanlagen verboten. Außerdem wird durch das aktive Pingen auch der eigene Standort weit aufklärbar.

Es kann Schiffe/Boote genauso schützen wie feste Anlagen.

Laut Hersteller ermöglicht das System die kontinuierliche Überwachung von über 1.000 Sonarkontakten gleichzeitig in Echtzeit. Damit ermöglicht es die schnelle Erkennung von Unterwasser-Bedrohungsstandorten und liefert ein taktisches Bild auf kurze und mittlere Entfernungen. Modular mit flexibler Architektur können die Sensoren jeden gewünschten Sektor von 0° bis 360° abdecken. Mehrere Einheiten können gleichzeitig arbeiten und werden von einer einzigen Command & Display-Einheit gesteuert, die intuitive Anzeigen und Menüs bietet. Die offene Architektur des Systems unterstützt die einfache Schnittstelle mit jedem Sensor und C2-System.

Das System kann einfach mit einer Vielzahl von Methoden installiert werden, z.B. auf dem Meeresboden, an einer Pierwand, auf einem Stativ, einem Verankerungspfahl, oder per Kette von einem Schiff. Laut Hersteller überzeugt es außerdem dank seines minimalen Wartungsbedarfs und so sehr niedrige Betriebskosten. Das PointShield Sonar kann mit dem Diver Detection Sonar (DDS) erweitert werden, um so auch eine noch bessere Abdeckung zu bieten.

Links: Diver Detection Sonar (DDS), rechts: PointShield Sonar

Hanan Marom, VP Business Development und Marketing bei DSIT, kommentiert die Auswahl von PointShield: „Wir sind stolz darauf, dass sich der Kunde nach einem umfangreichen und strengen Testverfahren für unser Produkt entschieden hat, das allen anderen getesteten Systemen überlegen war. Das PointShield-System liefert, wie alle DSIT-Systeme, ein hohes Maß an Präzision und Zuverlässigkeit, mit einer minimalen Fehlalarmrate, aufgrund der intelligenten eingebauten Algorithmen. Unsere Systeme erfüllen durchgängig die globalen Kundenanforderungen an eine fortschrittliche Unterwasser-Bedrohungserkennung. Etwa 100 Systeme dieses Typs sind weltweit im Einsatz.“

Einer der bekannten Nutzer sind die niederländischen Streitkräfte, die im November 2018 das PointShield Diver Detection Sonar bestellt hatten.

apf

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