BBK und VKU intensivieren Zusammenarbeit zum Schutz Kritischer Infrastrukturen

10/06/2021

Am 8. Juni diskutierten das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) zentrale Fragen des Bevölkerungsschutzes. Anlass sind die BBK-Neuausrichtung und Lehren aus Corona. Themen sind der Schutz kritischer Infrastrukturen für Krisen, insbesondere die Sicherheit der Trinkwasserversorgung im Klimawandel.

„Ob Versorgung mit Energie, Wasser und Internet oder Entsorgung von Abwasser und Abfall: Corona zeigt, wie wichtig die Ver- und Entsorgungsleistungen der kommunalen Unternehmen für Staat, Gesellschaft und Wirtschaft gerade in Krisen sind. Unsere Zwischenbilanz: Die Ver- und Entsorgung war sicher, weil die kommunalen Unternehmen gut aufgestellt sind und ihre Krisenpläne schnell angepasst haben. Unsere Lehre: Vorsorge ist der beste Schutz. Deswegen sollten wir uns noch intensiver für künftige Risiken wie hybride Bedrohungen und Klimawandel wappnen. Zu diesem Zweck wollen wir – BBK und VKU – unsere Zusammenarbeit intensivieren. Unser Ziel ist, die Krisen-Resilienz unseres Landes zu stärken und insbesondere die Widerstandsfähigkeit unserer Infrastrukturen weiter auszubauen“, erklären Armin Schuster, BBK-Präsident, und Ingbert Liebing, VKU-Hauptgeschäftsführer.

Die Themen im Überblick: Trinkwassernotversorgung

Wassersicherstellung ist ein Kernthema des BBK. Fast 60 Millionen Euro stellt das BBK für die Sanierung von Trinkwassernotbrunnen, für Verbundleitungen und die Notstromversorgung der Wasserversorger bereit. „Das BBK ist für Anbieter lebenswichtiger Güter ein verlässlicher Partner und Dienstleister zur Vorbereitung auf Krisen. Bekannteste Beispiele sind die Notfall-Checkliste für Bürgerinnen und Bürger und die Krisenmanagement-Ausbildung an unserer Akademie in Ahrweiler. Weniger bekannt ist der Investitionsbedarf, den die Wasserversorger bei der Trinkwassernotversorgung haben. Hier stellt das BBK im Zuge seiner Neuausrichtung finanzielle Unterstützung zur Verfügung. Diese Hilfen des BBK für die Infrastrukturen und Systeme der Wasserversorgung zahlen sich für die Menschen in unserem Land aus: Sie helfen im Krisenfall und stärken zugleich die Widerstandsfähigkeit der Wasserinfrastruktur“, sagt Schuster.

Klimarobuste Wasserversorgung

Ein Risiko ist der Klimawandel. Lange Trockenheit stresst Wasserressourcen. Obwohl wir ein wasserreiches Land sind, kann es in manchen Regionen zu lokalen Engpässen kommen. Häufigere Starkregen führen zu Überflutungen. Deswegen passen die kommunalen Wasserversorger und Abwasserentsorger ihre Infrastrukturen und Systeme an. „Der Klimawandel ist ein Risiko für die Versorgung mit unserem wichtigsten Lebensmittel: Wasser. Die kommunale Wasserwirtschaft sorgt mit dem Umbau zu klimarobusten Systemen und Infrastrukturen umsichtig vor. Dabei brauchen wir auch Unterstützung durch Bund und Länder. Und für die wachsenden Nutzungskonkurrenzen um das kühle Nass muss eine Lösung gefunden werden. Bei der Entscheidung über Wasserrechte muss gelten: Wenn das Wasserdargebot in einer Region nicht für alle gewünschten Nutzungen reicht, hat die öffentliche Wasserversorgung Vorrang“, so Liebing.

Pressemitteilung

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