Stefan Nitschke

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Israel und Finnland arbeiten im Verteidigungsbereich zusammen

Repräsentanten der israelischen Verteidigungsindustrie kamen in Helsinki zum zweiten israelisch-finnischen Verteidigungsindustrieseminar zusammen

Internationale Rüstungskooperation hat einen hohen Stellenwert. Der Staat Israel verfügt hierbei über eine jahrzehntelange Erfahrung. Die Erfolge der israelischen Verteidigungsindustrie – insbesondere in den Bereichen Cyber, Schutz, Aufklärung, Führungsunterstützung und Kommunikation – gelten weithin als Motor für neue Initiativen.

Das israelische Verteidigungsministerium (Israel Ministry of Defense; IMOD) hat in diesem Kontext Repräsentanten führender israelischer Verteidigungsunternehmen nach Helsinki entsandt, um über die Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit mit finnischen Unternehmen zu beraten.

Beim finnisch-israelischen Verteidigungsindustrieseminar kamen unter Leitung von Brigadegeneral a.D. Yair Kulas 32 israelische und 30 finnische Unternehmen aus der Verteidigungs- und Sicherheitsbranche zusammen.
Fotos: Omer Levin
 

Am 12. und 13. Mai kamen 32 israelische Verteidigungsunternehmen zum zweiten finnisch-israelischen Verteidigungsindustrieseminar zusammen, das gemeinsam mit dem finnischen Verteidigungsministerium und dem finnischen Verband der Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie (Finnish Defence and Aerospace Industries; PIA) organisiert wurde. Erstmals nahmen auch sieben israelische Startups aus dem Programm „Mafat for Startups“ (MFS) der Direktion für Verteidigungsforschung und -entwicklung (DDR&D) des IMOD teil.

Das Seminar, brachte die israelische Delegation unter der Leitung von SIBAT-Direktor Brigadegeneral a. D. Yair Kulas mit rund 30 finnischen Verteidigungsunternehmen zusammen. Zwei Tage lang standen strukturierte B2B-Matchmaking-Sitzungen, Fachvorträge, regionale Sicherheitsupdates und Innovationspräsentationen auf der Tagesordnung.

Die israelische Delegation repräsentierte das gesamte Spektrum der israelischen Verteidigungsindustrie und deckte dabei ein breites Spektrum an Fachgebieten ab. Der Fokus lag dabei insbesondere auf Luftverteidigung, unbemannten Luftfahrtsystemen (Unmanned Aircraft Systems; UAS), Drohnenabwehr (C-UAS) und Grenzschutz. Darüber hinaus wurden autonome Systeme, fortschrittliche Munition, Führungs- und Kommunikationssysteme, elektro-optische Lösungen sowie Systeme für den Heimatschutz und zur Abwehr von Cyberbedrohungen vorgestellt.

Das Seminar unterstreicht die kontinuierlichen Bemühungen des israelischen Verteidigungsministeriums, Israels Verteidigungsexporte auszubauen und die Industriepartnerschaften mit Partnernationen zu stärken. Finnland hat sich als verlässlicher und beständiger Partner erwiesen, dessen Verteidigungsindustrie sowohl über erstklassige technologische Kompetenzen als auch ein großes Engagement für diese Partnerschaft verfügt.

Zu den teilnehmenden israelischen Unternehmen gehörten: Aeronautics, Air VEV, Airis Labs, Axon Vision, Beesense Sensors Systems, BIRD AeroSystems, BlueBird Aero Systems, Commtact, CONTROP Precision Technologies, DefenSync, DSIT Solutions, Edgy Bees, Elbit Systems, eyesAtop, Gilat Satellite Network, IAI – Israel Aerospace Industries, In3D, Kela Defense Systems, MAGNA B.S.P., Modelyo, Orbit Communication Systems, Prisma Photonics, Rafael Advanced Defense Systems, Rayzone Group, Roboteam Defense, Septier Communication, Skylock Systems, Thirdeye Vision, TOMER, TSG IT Advanced Systems, Uvision Air und XTEND Systems.

Das aktuelle Konfliktgeschehen befördert weitere Ansätze für eine intensive Zusammenarbeit Israels und Finnlands insbesondere in den Bereichen Cyber, Heimatschutz, unbemannte Systeme, Luftverteidigung, Führungsunterstützung und Munition.
 

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