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Paul Schwichtenberg

Quelle: Anschütz

Anschütz erreicht wichtigen Meilenstein im Hunter-Klasse-Fregattenprogramm

Anschütz hat den Critical Design Review (CDR) für die integrierten Navigations- und Brückensysteme (WINBS) im Rahmen des Hunter-Klasse-Fregattenprogramms der Royal Australian Navy erfolgreich abgeschlossen. Dieser bedeutende Meilenstein bestätigt die technische Reife des Systems und leitet die nächste Phase – Produktion und Integration – ein.

Der CDR ist ein zentraler Schritt in der Entwicklung komplexer Marinesysteme. Er bestätigt, dass das Systemdesign sämtliche technischen und operativen Anforderungen erfüllt und hinsichtlich Architektur, Schnittstellen, Funktionalität, Sicherheit und Integration vollständig ausgereift ist. Gerade bei missionskritischen Systemen wie dem WINBS stellt der erfolgreiche Abschluss sicher, dass ein zuverlässiger Einsatz unter anspruchsvollen Bedingungen gewährleistet ist.

Anschütz liefert das System im Auftrag von BAE Systems Maritime Australia, dem Hauptauftragnehmer des Programms. Die enge Zusammenarbeit mit dem Unternehmen sowie mit lokalen Partnern war entscheidend für das Erreichen dieses Erfolgs.

Integration mit dem Aegis-Gefechtsführungssystem

Ein zentrales Merkmal des WINBS ist die Integration in das Aegis Combat System. Dadurch können validierte Navigationsdaten schiffsweit in Echtzeit verteilt werden, was die taktische Entscheidungsfindung unterstützt und das Lagebewusstsein deutlich verbessert. Diese nahtlose Verbindung zwischen Navigations- und Gefechtsführungssystemen ist für moderne Marineoperationen essenziell.

Moderne, flexible Navigationslösungen

Das WINBS umfasst mehrere auf die Anforderungen der Royal Australian Navy zugeschnittene Kernkomponenten, darunter hochentwickelte Radarsysteme und multifunktionale Bedienkonsolen. Diese ermöglichen es, von verschiedenen Positionen aus auf ein einheitliches Lagebild und umfassende Navigationsfunktionen zuzugreifen.

Die softwaredefinierte, sensorunabhängige Architektur erlaubt eine flexible Integration verschiedenster Systeme und Sensoren. Dadurch bleibt das System anpassungsfähig für zukünftige Anforderungen. Intuitive Benutzeroberflächen, eine konsistente Datenbasis sowie integrierte Redundanzen sorgen für hohe Benutzerfreundlichkeit, Betriebssicherheit und Ausfallschutz.

Internationale Erfahrung als Grundlage

Anschütz baut bei diesem Projekt auf umfangreiche Erfahrung im Marinesektor auf. Das Unternehmen liefert vergleichbare Systeme unter anderem für die britischen Fregattenprogramme Typ 26 und Typ 31 sowie für die deutschen Klassen F125 und K130 und die brasilianische Tamandaré-Klasse. Diese Projekte unterstreichen die Kompetenz von Anschütz bei der Entwicklung skalierbarer und einsatzbewährter Lösungen.

Stärkung der lokalen Präsenz in Australien

Mit der Gründung der Anschuetz Australia Pty Ltd baut das Unternehmen seine Präsenz vor Ort weiter aus. Ziel ist eine engere Zusammenarbeit mit der australischen Industrie sowie die Förderung von Technologietransfer und lokalem Know-how. Ein wesentlicher Teil des Auftragsvolumens fließt in die australische Lieferkette und stärkt damit nachhaltig die nationale Schiffbauindustrie.

Ausblick

Nach dem erfolgreichen Abschluss des CDR und der Etablierung der lokalen Organisation richtet Anschütz den Fokus nun auf die nächste Projektphase. Ziel ist es, eine hochmoderne Navigationslösung bereitzustellen, die die Einsatzfähigkeit, Sicherheit und Interoperabilität der zukünftigen Flotte der Royal Australian Navy maßgeblich verbessert.

Foto: Anschütz
Wehrtechnik

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