Slowakische Streitkräfte erhalten israelisches Luftverteidigungssystem Barak MX
Das israelische Verteidigungsministerium (Israel Ministry of Defense; IMOD) hat über seine Exportdirektion für Verteidigungsgüter (International Defense Cooperation Directorate; SIBAT) gemeinsam mit Israel Aerospace Industries (IAI) am 23. April die Lieferung des Luftverteidigungssystems Barak MX an die Slowakische Republik bekannt gegeben.
Die Bereitstellung des einsatzerprobten Luftverteidigungssystems stellt eine bedeutende Fähigkeitsanpassung der slowakischen bodengebundenen Luftverteidigung dar, mit der der Luftraum des Landes gegen das gesamte Spektrum moderner Luftbedrohungen – von bemannten/unbemannten Luftfahrzeugen bis Marschflugkörper und ballistischen Raketen – verteidigt werden kann. Zudem erfolge damit eine weitere Stärkung der kollektiven Sicherheitsarchitektur der Nato, heißt es in einer u. a. durch Israel Aerospace Industries verbreiteten Verlautbarung.
Mit der Bereitstellung des hoch modernen Luftverteidigungssystem an die Slowakische Republik sind zudem Schulungen verknüpft. Die Bereitstellung des Systems spiegelt die weltweit wachsende Nachfrage nach fortschrittlichen, zuverlässigen und schnell einsetzbaren Lösungen wider und beinhaltet eine enge Zusammenarbeit mit der slowakischen Industrie, die die lokale Produktion, den Technologietransfer und das Wirtschaftswachstum fördert.

Fotos: Israel Aerospace Industries
Barak MX ist ein Luftverteidigungssystem, das in mehreren Abfangbereichen gegen das aktuelle und künftig erwartbare Bedrohungsspektrum wirkt. Es wurde für Anwendungen an Land und auf See konzipiert und umfasst drei Abfangraketen mit Reichweiten von 35 km, 70 km und 150 km. Mit ihren fortschrittlichen Gefechtsköpfen können Bedrohungen in komplexen Einsatzumgebungen hoch präzise bekämpft werden. Kernstück des Systems ist die hochentwickelte Integration von Multimissionsradaren (Multi-Mission Radars; MMRs), die für eine lückenlose und schnelle Entdeckung/Ortung, Identifizierung/Klassifizierung und Zielverfolgung unerlässlich sind.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sagte: „Die Lieferung dieses Systems ist ein weiterer Beweis für die Stärke der israelischen Verteidigungsindustrie und unsere Fähigkeit, unseren Verbündeten fortschrittliche Lösungen für ein breites Spektrum an Bedrohungen zu bieten. Der jüngste Krieg hat die Effektivität israelischer Systeme auf dem Gefechtsfeld zweifelsfrei bewiesen und zu einem deutlichen Anstieg der weltweiten Nachfrage nach unseren Verteidigungslösungen geführt.“
Er ergänzte: „Dieses System wird die Verteidigungsfähigkeit der Slowakei erheblich stärken – und wir verzeichnen bereits ein wachsendes Interesse weiterer Länder. Es wird erwartet, dass in Kürze weitere bedeutende Abkommen unterzeichnet werden. Dieses Abkommen ist nicht nur ein verteidigungspolitischer Erfolg, sondern auch ein Motor für die industrielle Zusammenarbeit, den Wissenstransfer und den Aufbau lokaler Produktionskapazitäten. Es vertieft die Beziehungen zwischen unseren Nationen und stärkt Israels Position als wichtiger Partner auf der internationalen Bühne.“
Der Generaldirektor des israelischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor a. D. Amir Baram, erklärte: „Die Lieferung des Barak MX-Systems an die Slowakei unterstreicht die Tiefe der strategischen Partnerschaft zwischen unseren beiden Ländern. Israelische Rüstungsexporte sind ein zentrales Instrument für den Ausbau der israelischen Streitkräfte, die Gestaltung der Verteidigungspolitik und die Stärkung unserer Wirtschaft und Industrie. Die Integration dieser Fähigkeiten in Europa, in voller Übereinstimmung mit den Nato-Standards, verdeutlicht die operative Überlegenheit der israelischen Verteidigungsindustrie und wird uns bei der Förderung weiterer Abkommen unterstützen.“
Der slowakische Vizepremierminister und Verteidigungsminister Robert Kaliňák bestätigte: „Die erste Batterie des Barak MX-Systems wurde bereits an einem nicht genannten Standort stationiert. Das System wird derzeit in Betrieb genommen; die volle Einsatzbereitschaft wird in den kommenden Wochen erwartet. Dieser Prozess umfasst auch die laufende Ausbildung slowakischer Soldaten und die Ankunft ausländischer Experten. Weitere Systemkomponenten treffen bereits ein und werden im Laufe des Jahres weiterhin eintreffen.“
Der CEO und Präsident von Israel Aerospace Industries, Boaz Levy, stellte heraus, dass die Entscheidung des slowakischen Verteidigungsministeriums für das integrierte Luftverteidigungssystem Barak MX ein Ausdruck des Vertrauens in die fortschrittliche technologische Überlegenheit dieses Systems ist. Boaz Levy präzisierte: „Seit Vertragsunterzeichnung hat die enge Zusammenarbeit mit unseren slowakischen Partnern eine schnelle Anpassung an die operativen Anforderungen ermöglicht, sodass Lieferung und Schulung planmäßig abgeschlossen werden konnten. Nach Abschluss einer umfangreichen Reihe theoretischer und praktischer Schulungen für die Soldaten der slowakischen Streitkräfte, die das System bedienen werden, bin ich zuversichtlich, dass die slowakischen Streitkräfte Barak MX in Kürze einsetzen werden, um den Luftraum des Landes vor vielfältigen Bedrohungen zu schützen.“
Brigadegeneral a. D. Yair Kulas, Direktor von SIBAT, schlussfolgerte, dass diese Lieferung die Stärke der israelischen Verteidigungsexportkapazitäten und unser Engagement für die Unterstützung verbündeter Nationen unterstreicht. Er fügte hinzu: „Die Zusammenarbeit mit der Slowakei zeigt, wie fortschrittliche israelische Technologien in Verbindung mit enger Partnerschaft und industrieller Kooperation operative Exzellenz in kürzester Zeit ermöglichen und gleichzeitig zur regionalen und bündnisweiten Sicherheit beitragen können. Wir sind zuversichtlich, dass sich diese Zusammenarbeit weiterentwickeln wird.“
