Stefan Nitschke

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REPMUS 2026: Unbemannte Luftfahrzeugsysteme setzen neue Standards bei der Uboot-Abwehr

TEKEVER und General Dynamics Mission Systems–Canada haben bei der NATO-Übung für unbemannte maritime Systeme – REPMUS 2026 (Robotic Experimentation and Prototyping with Maritime Unmanned Systems) – Unterwasserziele geortet und dabei einen vernetzten Ansatz zur Uboot-Abwehr demonstriert, der unbemannte Luftfahrtsysteme mit akustischer Sensorik und Signalverarbeitung verbindet. Damit erhalten Seestreitkräfte ein umfassenderes Lagebild über und unter Wasser, eine Fähigkeit, die auch mit Blick auf den Nordatlantik und die Ostsee zunehmend an Bedeutung gewinnt. Mit der Integration wollen beide Industriepartner ihre Fähigkeiten in der Seeraumüberwachung ausbauen und ihre Position als verlässliche Technologiepartner moderner Seestreitkräfte stärken.

TEKEVER gilt als ein führendes gesamteuropäisches Technologieunternehmen, das mit KI-gestützten autonomen Systemen Innovationen im Bereich Verteidigung und Sicherheit vorantreibt. Das Unternehmen mit Standorten in Portugal, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Estland, der Ukraine und in den USA stellt komplette End-to-End-Systeme und -Dienstleistungen bereit, die auf die komplexen Anforderungen moderner Sicherheitseinsätze zugeschnitten sind. General Dynamics Mission Systems–Canada gilt weltweit als führend in der Uboot-Abwehr, der Sonarintegration und der Unterwassersensorik.

Die multinationale Experimentalübung REPMUS 2026 fand – wie in den Vorjahren – an der portugiesischen Atlantikküste – vor der Halbinsel Tróia – statt. Vom 31. August bis zum 25. September präsentierten Industrie- und Technologiepartner unbemannte und autonome Systeme für komplexe Aufgaben im maritimen Umfeld – darunter für die Uboot-Abwehr, den Schutz kritischer Infrastruktur (KRITIS) und die Vernetzung bemannter und unbemannter Platzformen für Aufklärung und Wirkung. Die Übung wird von der Portugiesischen Marine in Zusammenarbeit mit der NATO (u. a. Centre for Maritime Research and Experimentation), der Universität Porto (LSTS) und der Europäischen Verteidigungsagentur (EDA) ausgerichtet. Das Format dient primär der technischen Erprobung und dem Prototyping und ist mit der operativen NATO-Übung „Dynamic Messenger“ eng verknüpft.

TEKEVER und General Dynamics Mission Systems–Canada orteten gemeinsam Unterwasserziele und setzten dabei unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS) zur U-Boot-Abwehr (Anti-Submarine Warfare, ASW) ein.
Foto: TEKEVER
REPMUS 2026: TEKEVER und General Dynamics Mission Systems–Canada orteten gemeinsam Unterwasserziele und setzten dabei unbemannte Luftfahrtsysteme (Drohnen) zur Uboot-Abwehr ein.
Foto: TEKEVER

Bei Einsätzen vor der portugiesischen Küste kombinierten die beiden Industriepartner das unbemannte Luftfahrtsystem AR5 und die Missionsmanagementplattform ATLAS von TEKEVER mit der akustischen Sensor- und Verarbeitungstechnologie von General Dynamics Mission Systems–Canada. Gemeinsam demonstrierten sie eine integrierte Funktionskette: Die unbemannten Luftfahrtsysteme setzten Sonarbojen auf See ab, orteten Unterwasserziele, übertrugen die Ergebnisse an ATLAS sowie an das Distributed Acoustic Processing System von General Dynamics Mission Systems–Canada und speisten die Informationen in Echtzeit in das übergeordnete Lagebild ein.

Durch die Kombination autonomer Luftfahrtsysteme mit akustischen Sensoren im Wasser und der integrierten Auswertung von Missionsdaten schaffen die beiden Partner ein umfassenderes maritimes Lagebild – vom Luftraum bis zum Meeresboden. Die neue Fähigkeit wirkt auf See als Kräftemultiplikator. Sie markiert einen weiteren Schritt hin zu einer vernetzten maritimen Lageerfassung vom Weltraum bis zum Meeresboden und ermöglicht einen besseren Einblick in das Geschehen unter Wasser.

Mit dem neuen Ansatz wird der maritime Raum als ein zusammenhängendes Lagebild statt als eine Reihe getrennter Bereiche erfasst. TEKEVER bringt seine Expertise in autonomen Systemen und der Auswertung von Missionsdaten ein, während General Dynamics Mission Systems–Canada seine Technologien zur Unterwassersensorik bereitstellt. Gemeinsam lassen sich so Informationen aus dem Welt- und Luftraum sowie dem Überwasser- und Unterwasserbereich miteinander verknüpfen.

Mit REPMUS 2026 erreichen TEKEVER und General Dynamics einen neuen Meilenstein ihrer Zusammenarbeit. Aufbauend auf früheren REPMUS-Übungen entwickeln sie die Integration unbemannter Plattformen, akustischer Sensorik und von Missionsmanagementsystemen für die Uboot-Abwehr weiter.

Pedro Petiz, Direktor von TEKEVER in Portugal, sagte: „Die maritime Mission endet nicht an der Wasseroberfläche. Unsere Kunden müssen wissen, was über und unter Wasser geschieht, und dieses Wissen innerhalb einer Mission zusammenführen. TEKEVER verbindet dieses Lagebild vom Weltraum bis zum Meeresboden – mit Systemen, die sich im realen Einsatz bewährt haben und für immer komplexere Herausforderungen ausgelegt sind. Bei REPMUS haben wir gezeigt, dass wir operative Reife mit modernster Technologie verbinden und so die Fähigkeiten der Streitkräfte auf See erweitern können. So entwickeln wir unsere Systeme ständig weiter und sorgen dafür, dass sie den Anforderungen im Einsatz stets einen Schritt voraus sind.“

Tony Morris, Vice-President Air and Naval Systems bei General Dynamics Mission Systems–Canada, sagte: „Bei REPMUS hat unser Team einen wichtigen Fortschritt in der dezentralen Uboot-Abwehr gezeigt: Wir haben aus einem AR5-System von TEKEVER erfolgreich Sonarbojen abgesetzt, die akustischen Daten ausgewertet und so Unterwasserkontakte geortet und verfolgt. Indem wir autonome Plattformen, Sensoren und Missionssysteme zusammenbringen, ermöglichen wir eine stärker vernetzte Uboot-Abwehr, die den Einsatzkräften einen besseren Überblick über die Lage im gesamten Operationsraum verschaffen kann.“

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