Stefan Nitschke

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Heavy Lift Challenge 3: TEKEVER-Drohne startet und landet erstmals auf britischem Flugzeugträger

Im Rahmen der „Heavy Lift Challenge 3“ operierte die Drohne TEKEVER AR5 vom Flugdeck der HMS Queen Elizabeth aus. Damit kam erstmals eine Drohne dieses Typs auf einem Flugzeugträger der Royal Navy zum Einsatz. Die Erprobungen wurden in enger Zusammenarbeit zwischen der Royal Navy, der British Army, der Royal Air Force (RAF) und Industriepartnern durchgeführt.

Das Luftfahrzeug startete im Flugbetriebs- und Ausbildungszentrum von TEKEVER in Atouguia da Baleia in Portugal und erreichte den Flugzeugträger nach rund 90 Minuten Flugzeit. Dort absolvierte es zwei Landungen und zwei Starts auf dem Flugdeck, bevor es nach rund 120 Minuten Flugzeit nach Atouguia da Baleia zurückkehrte. Die Demonstration zeigte, wie ein unbemannter Starrflügler auf See starten und wieder an Bord landen kann. Seestreitkräfte erhalten so zusätzliche Möglichkeiten für Logistik, Versorgung sowie Informationsgewinnung, Überwachung, Zielerfassung und Aufklärung (Intelligence, Surveillance, Target Acquisition and Reconnaissance; ISTAR). Zudem wurde untersucht, wie das AR5 gemeinsam mit anderen Systemen in einem Trägerverband eingesetzt werden kann.

Tiago Nunes, Director of Platforms bei TEKEVER, erklärte: „Der erste Einsatz eines AR5 von einem Flugzeugträger ist ein wichtiger Schritt, um bewährte Fähigkeiten verstärkt in maritime Operationen einzubringen. TEKEVER ermöglicht es Seestreitkräften, Einsätze flexibler durchzuführen, ihre operative Reichweite zu vergrößern und auf neue Anforderungen auf See zu reagieren. Die Demonstration zeigt, welches Maß an Systemintegration wir durch die enge Zusammenarbeit mit der Royal Navy erreicht haben, und wie aus fortschrittlicher autonomer Technologie Fähigkeiten mit echtem operativem Mehrwert werden.“

Lieutenant Commander David Burton, Trials Sponsor für Navy Capability bei der Royal Navy, ergänzte: „Heavy Lift Challenge 3 und Rapid Eagle haben gezeigt, welches große Potenzial autonome Starrflügelsysteme für künftige maritime Operationen bieten können. Der erfolgreiche Einsatz eines AR5 von TEKEVER auf der HMS Queen Elizabeth hat wertvolle Erkenntnisse darüber geliefert, wie unbemannte Systeme Logistik, Versorgung und weitere operative Aufgaben in einem anspruchsvollen maritimen Umfeld unterstützen könnten. Die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus Project CORVUS und Pantheon hat zudem gezeigt, welche Vorteile es bringt, künftige ISTAR-, Logistik- und operative Fähigkeiten zu einem kohärenten Gesamtsystem zu verbinden. Vorhaben wie Rapid Eagle helfen uns zu verstehen, wie autonome Technologien operative Flexibilität erhöhen, Reichweite vergrößern und den Wandel der Royal Navy hin zu einer hybriden Marine unterstützen können.“

Bei der Demonstration im Rahmen der „Heavy Lift Challenge 3“ wurde untersucht, wie das unbemannte Starrflügelflugzeug Einsätze in den Bereichen Logistik, Versorgung und ISTAR im maritimen Umfeld unterstützen kann.
Foto: TEKEVER

Dank erweiterter Fähigkeiten und längerer Flugdauer ist die AR5-Starrflüglerdrohne bei geringeren Betriebskosten für eine Vielzahl von Einsätzen an Land und auf See ausgelegt, darunter Such- und Rettungseinsätze, Grenzüberwachung und Seefernaufklärung. Das unter härtesten Bedingungen einsatzerprobte System verfügt über eine flexible Systemarchitektur und startet und landet vollständig autonom, selbst auf kurzen oder unbefestigten Flächen. Kürzlich hat das britische Verteidigungsministerium (Ministry of Defence; MoD) TEKEVER den Zuschlag für Project CORVUS erteilt: TEKEVER wird sein unbemanntes Luftfahrzeugsystem AR5 mit langer Flugdauer an die British Army liefern. Das Programm soll eine kontinuierliche Fähigkeit zur Informationsgewinnung, Überwachung und Aufklärung (Intelligence, Surveillance and Reconnaissance; ISR) bereitstellen.

Zu Beginn dieser Woche berichtete wt über die Einsatzmöglichkeiten der TEKEVER-Drohne bei der Uboot-Abwehr. TEKEVER und General Dynamics Mission Systems–Canada haben bei der NATO-Übung für unbemannte maritime Systeme – REPMUS 2026 (Robotic Experimentation and Prototyping with Maritime Unmanned Systems) – Unterwasserziele geortet und dabei einen vernetzten Ansatz zur Uboot-Abwehr demonstriert, der unbemannte Luftfahrtsysteme mit akustischer Sensorik und Signalverarbeitung verbindet. Damit erhalten Seestreitkräfte ein umfassenderes Lagebild über und unter Wasser, eine Fähigkeit, die auch mit Blick auf den Nordatlantik und die Ostsee zunehmend an Bedeutung gewinnt. Mit der Integration wollen beide Industriepartner ihre Fähigkeiten in der Seeraumüberwachung ausbauen und ihre Position als verlässliche Technologiepartner moderner Seestreitkräfte stärken.

TEKEVER gilt als ein führendes gesamteuropäisches Technologieunternehmen, das mit KI-gestützten autonomen Systemen Innovationen im Bereich Verteidigung und Sicherheit vorantreibt. Das Unternehmen mit Standorten in Portugal, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Estland, der Ukraine und in den USA stellt komplette End-to-End-Systeme und -Dienstleistungen bereit, die auf die komplexen Anforderungen moderner Sicherheitseinsätze zugeschnitten sind.



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