Arbeitskreis Wehrtechnik Schleswig-Holstein legt aktuelle Konjunkturumfrage vor

31/08/2021

„Die Wehrtechnik-Unternehmen erwarten auch für das laufende Jahr eine weiterhin gute Entwicklung, die insgesamt von positiven Umsatzerwartungen, einer regen Investitionstätigkeit und geplanten Neueinstellungen gekennzeichnet ist. Besonderer Wachstumsmotor bleibt der Export. Probleme bereitet immer noch der Fachkräftemangel.“ Dieses Fazit zog der Vorsitzende des Arbeitskreises Wehrtechnik Schleswig-Holstein, Dieter Hanel, aus den Ergebnissen einer Umfrage seiner Organisation im Sommer 2021, an der sich 19 Mitgliedsunternehmen des Arbeitskreises mit insgesamt 5.880 direkt in der Wehrtechnik Beschäftigten beteiligt haben (siehe Anlage).

Bei den Umsätzen sind die Erwartungen der größeren Unternehmen auf Wachstum programmiert. Wachstumsträger ist nach wie vor allem der Export. Die im Export engagierten Unternehmen wollen ausnahmslos ihre Auslandsaktivitäten fortsetzen, teilweise sogar noch ausweiten. Von gelegentlichen Problemen bei den Ausfuhrgenehmigungen wird berichtet.

Bei den Investitionen stehen vor allem bei den größeren Unternehmen die Zeichen auf „plus“. Im Personalbereich wollen die meisten Unternehmen bis zum Jahresende keine Veränderungen vornehmen, einige planen Neueinstellungen.

„Die Wehrtechnik-Unternehmen in Schleswig-Holstein“, so der Arbeitskreis-Vorsitzende abschließend, „haben sich strategisch erfolgreich ausgerichtet und befinden sich weiterhin im Aufwärtstrend. Besonders erfreulich ist die ausgeprägte Investitionsbereitschaft. Die Wehrtechnik-Unternehmen im Norden setzen auf den Industrie-Standort Schleswig-Holstein.“

Die Umfrage

 Auswertung einer Blitzumfrage des Arbeitskreises Wehrtechnik Schleswig-Holstein über Situation und Perspektive der Wehrtechnik-Unternehmen in Schleswig-Holstein. An der Umfrage, die Mitte August 2021 beendet wurde, beteiligten sich 19 Unternehmen mit insgesamt 7.121 Beschäftigten, von denen 5.884 (82,6 %) direkt in der Wehrtechnik tätig sind.

Der Repräsentationsgrad liegt bei 80 %.

Sieben Unternehmen mit rund 75 % der von der Umfrage erfassten Beschäftigten im Bereich Wehrtechnik schätzen die gegenwärtige Situation ebenso ein wie vor Jahresfrist, sechs Unternehmen (21% der Beschäftigten) als schlechter.

Für das laufende Geschäftsjahr gehen 8 Unternehmen mit 66 % der Beschäftigten von einem Umsatzplus gegenüber Vorjahr aus. Gleichbleibende Umsätze erwarten 7 Unternehmen (26 % der Beschäftigten), 4 Unternehmen rechnen mit einem Umsatzrückgang.

6 Betriebe mit 64 % der von der Umfrage erfassten Wehrtechnik-Beschäftigten werden ihr Investitionsvolumen im Vorjahresvergleich erhöhen. 12 Unternehmen (30 % der Beschäftigten) werden so viel investieren wie im Vorjahr.

Von den Außenhandel betreibenden 17 Unternehmen werden alle ihre Auslandsaktivitäten in den kommenden 12 Monaten erhöhen (8 mit 40 % der Beschäftigten) oder gleich halten (9 mit 60 % der Beschäftigten). Reduzieren will kein Unternehmen.

Bei den Ausfuhrgenehmigungen gibt es bei 9 Betrieben mit knapp 97 % der Beschäftigten Probleme unterschiedlicher Art und Größe.

Im Personalbereich wird es bis zum Jahresende bei 8 Betrieben mit 16 % der Beschäftigten Neueinstellungen geben. 10 Unternehmen wollen bis zum Jahresende den Personalbestand gleich halten. 1 Unternehmen muss Personalreduzierung vornehmen.

Der Fachkräftebedarf kann bei größeren Unternehmen nahezu problemlos gedeckt werden, 17 mittelgroße mit rund 47 % der Beschäftigten erreichen dieses nur mit „großen Anstrengungen“.

Fazit

Die gegenwärtige Situation wird von den größeren Wehrtechnik-Unternehmen so wie im Vorjahr eingeschätzt. Bei einigen kleineren ist die Lage besser, bei einigen mittleren schlechter.

Entsprechend sind die Umsatzerwartungen für 2021. Unterm Strich wird für das gesamte Geschäftsjahr überwiegend mit besseren oder zumindest gleich hohen Umsätzen gerechnet.

Vor allem größere Unternehmen werden 2021 mehr investieren als im Vorjahr, die eher mittelgroßen wollen das Vorjahresniveau halten.

Wegen der großen Bedeutung der Exporte werden die Wehrtechnik-Unternehmen in Schleswig-Holstein ihre Auslandsaktivitäten auf hohem Niveau stabilisieren oder noch einmal zulegen.

Im Personalbereich wird es bei der Mehrheit der Wehrtechnik-Unternehmen bis zum Jahresende keine wesentlichen Veränderungen geben, einige Unternehmen planen Neueinstellungen.

Für immer mehr Betriebe wird die Personalgewinnung zunehmend schwierig.

Der 1993 gegründete Arbeitskreis Wehrtechnik Schleswig-Holstein ist ein Arbeitskreis in der Studien- und Fördergesellschaft der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft. (www.stfg.de).

Pressemitteilung

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