EAGLE/DURO-Nutzergruppe wird gegründet

apf

28/05/2021

Um den Betrieb und Unterhalt der in verschiedenen Streitkräften eingesetzten DURO- und EAGLE-Fahrzeuge zu fördern, will Deutschland, die Schweiz, Dänemark und Luxemburg die „DURO EAGLE Group Europe“ gründen.

Dadurch soll in Zukunft die Zusammenarbeit der Nutzerländer verstärkt werden. In Deutschland, der Schweiz und Dänemark sind die Fahrzeuge schon in Nutzung, in Luxemburg läuft zurzeit die Beschaffung noch. Ziel ist eine engerer Abstimmung sowie ein effizienterer und wirtschaftlicher Betrieb und Unterhalt der Fahrzeuge.

Daher beschloss der Schweizer Bundesrat am 28. April die Teilnahme an der europäischen Nutzergruppe für DURO/EAGLE-Fahrzeuge. In einer gemeinsamen Nutzergruppe sollen untereinander Informationen über die Fahrzeuge ausgetauscht werden. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 28. April 2021 eine Vereinbarung zur Teilnahme der Schweiz an der Nutzergruppe genehmigt.

Bei DURO und EAGLE handelt es sich um geschützte Radfahrzeuge der Firma GDELS-Mowag aus der Schweiz. Sie werden sowohl bei der Schweizer Armee als auch bei weiteren Streitkräften weltweit genutzt. Die Bundeswehr nutzt den EAGLE IV und V sowie demnächst den EAGLE V 6×6 als „Mittleres geschütztes Sanitäts-Kraftfahrzeug“ (mgSanKfz) nutzen. 80 mgSanKfz wurden im März 2020 bestellt, der Zulauf soll zwischen 2021 und 2024 erfolgen. Auch der EAGLE IV wird schon als leichtes geschütztes Sanitäts-Fahrzeug bzw. Beweglicher Arzttrupp (BAT) eingesetzt. Die Variante „schwer“ wird auf Basis des GTK BOXER umgesetzt. Die logistische Gleichheit aller DURO/EAGLE-Fahrzeuge ist sehr hoch, was die Kosten für Ersatzteile und auch Ausbildung der Instandsetzer erheblich senkt. Deutschland war nach der Schweiz der zweite Kunde für den EAGLE 6×6.

Geschütztes Führungs- und Funktionsfahrzeug (GFF) Eagle V des Sanitätslehrregimentes fährt im Gelände in Feldkirchen, am 01.02.2018.

Vereinbarung ermöglicht Erkenntnisse für technische Weiterentwicklung

Die Teilnahme an der Nutzergruppe erlaubt es allen Nationen, von den Erfahrungen der anderen Nutzerstaaten zu profitieren. Die Vereinbarung regelt konkret den Austausch in den Bereichen Unterhalt, Änderungsdienst, Ersatzteilbeschaffung und Trainingsmaterial. Die gemeinsam gewonnenen Erkenntnisse werden in die technische Weiterentwicklung der Fahrzeuge fließen. Die Schweiz nimmt bereits an ähnlichen Nutzergruppen beispielsweise für den Schützenpanzer 2000 und den Radschützenpanzer PIRANHA teil, Deutschland zum Beispiel an LEOBen (Leopard Benutzerstaaten), DINGO User Club (mit Österreich, Belgien, Tschechien und Luxemburg), usw.

Der Schweizer Bundesrat hat mit dem Beschluß dem VBS-Rüstungschef die Ermächtigung erteilt, die Vereinbarung zu unterzeichnen. Die Vereinbarung tritt nach Unterzeichnung aller teilnehmenden Staaten in Kraft. Sie ist unbefristet gültig und kann unter Einhaltung einer Frist von 90 Tagen schriftlich gekündigt werden.

apf

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